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wartet das Vergnügen
EuroGames 2000: Die Vorarbeiten sind weitgehend abgeschlossen Obwohl es die Schweizer nicht gerne hören: Zürich ist eine wunderbare Stadt. Das Urteil der 360 000 Einwohnerinnen und Einwohner wurde unlängst von der Unternehmensberaterfirma William M. Mercer bestätigt. Sie setzte die Limmatstadt in einer weltweiten Studie über Lebensqualität mitten hinein ins Spitzenfeld. Im Juni sollen Zürichs Qualitäten auch 4000 Lesben und Schwule überzeugen. Die reisen an, um sich im Rahmen der EuroGames 2000 bei Spass und Spielen zu vergnügen. Rund 100 Veranstaltungen werden in diesem Monat abgehalten, das kulturelle Rahmenprogramm, das Zürich bereits im Mai zur europäischen Schwulenmetropole machen soll, noch nicht mal eingerechnet. Die Highlights des umfangreichen Programms werden in dieser Cruiser-Ausgabe beschrieben. Die EuroGames setzen im schwulen Leben Zürichs in vielerlei Hinsicht neue Massstäbe. Rund 500 Beteiligte haben für den Mega-Event ehrenamtliche Arbeit geleistet. Diese Zahl wird sich während der Spiele verdoppeln. Das zeigt, dass die Gay Community - allen Unkenrufen zum Trotz - doch gemeinsam anpacken kann, wenn sie ein erstrebenswertes Ziel vor Augen hat. Den Veranstaltern gilt es ein grosses Lob auszusprechen, weil sie die Fäden nie aus den Händen gegeben haben. Selbst dann nicht, als der Anlass unter Beschuss geraten ist. Erinnert sei an den Vorstoss der EDU, der die Demonstration des schwulen Lifestyles per Petition verhindern wollte. Auch Grummler wie der Aargauer SVP-Nationalrat Maximilian Reimann, der die Kreditsprechung der Zürcher Regierung kritisierte, die EuroGames mit links- und rechtsradikalen Kreisen verglich und die Zuschüsse des Bundes kleiner hielt, als erwartet, brachten die EuroGamler nicht ins Straucheln. Sie verfolgten ihr Vorhaben, Integrationsarbeit für Schwule und Lesben zu leisten unbeirrt weiter. Nun liegt es an uns, deren mitzutragen. Beispielsweise, indem wir den Geldbeutel öffnen - und an der Aktion «Zürich zeigt Herz» teilnehmen. Diese soll Sportlerinnen und Sportler aus finanzschwachen Ländern die Anreise ermöglichen, die sonst wegen den Zuschusskürzungen des Bundes zu Hause bleiben müssten. Oder indem wir den Sportlern zeigen, was die Mercer-Studie verspricht: Zürich ist eine Stadt mit Weltformat. Auch für Schwule.
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