| EuroGames:
3 Tage Sport ohne Grenzen
Rund 4000 angemeldete Aktive: Die Zürcher Sportvereine zeigen keine Berührungsängste Die aktualisierten Sport-Daten sind mittlerweile auf dem Internet - für jedermann zugänglich - aufgeschaltet. Wir sind somit in der komfortablen Lage, uns hier ausschliesslich noch der Rosinenpickerei hinzugeben, allenfalls den unverbesserlichen Statistikern unter Euch einige Zahlen-Häppchen zuzuwerfen. So wäre beispielsweise der neue Zwischenstand von rund 3500 registrierten SportlerInnen und 400 BesucherInnen zu nennen, Rekord für die EuroGames Oder das Volleyballturnier, das mit rund 800 TeilnehmerInnen bereits ausgebucht ist und mit dieser eindrücklichen Marke die Liste der Sportarten mit der grössten Nachfrage konkurrenzlos anführt. Einige andere Sportarten lassen jedoch weniger aufgrund irgendwelcher statistischer Kennzahlen aufhorchen, als vielmehr durch die Grandiosität der Austragungskulisse. So klangvolle Namen wie «Bürkliplatz», «Landiwiese» oder «Züriberg» lassen davon bereits etwas erahnen. Das Mountainbike-Rennen z.B. wird auf der höchst attraktiven Züribergstrecke ausgetragen, einer Strecke, die erst letztes Jahr von der Stadt Zürich eingeweiht wurde. Die Streckenplanung des Marathons hat ebenfalls schon sehr konkrete Formen angenommen. Es sei hier schon mal so viel verraten, dass ab 09.00 Uhr auf der Landiwiese gestartet wird und die LäuferInnen ihre Kilometer auf einer Rundstrecke von 4 bis 5 km (via Mythenquai, Bürkliplatz und zurück dem Seeufer entlang bis zur roten Fabrik) abzuspulen haben. Bei schönem Wetter, mit Alpenpanorama, St. Peter und Schiffssegeln im Blickfeld, wird man für die Grandiosität der Kulisse kaum Worte finden! Der Inline-Kurs, der um 16.30 Uhr gestartet wird, profitiert von einer ähnlich privilegierten Ausgangslage. Auch für diesen Anlass wird eigens der Mythenquai gesperrt, was ganz allgemein wieder einmal einen kleinen Hinweis auf den Stellenwert gibt, den die EuroGames für Zürich haben und der ihnen auch von offizieller Seite beigemessen wird. In diesem Zusammenhang haben die städtische Verkehrs- und Sicherheitspolizei, die VBZ und alle Institutionen, die mit ihrer vorbildlichen Kooperation zum Gelingen dieses Riesenanlasses beitragen, ganz sicher eine lobende Erwähnung verdient!! Ein Anlass der ganz besonderen Art wird auch das Free-Climbing sein, kann sich doch das Kletterzentrum in Schlieren rühmen, eines der grössten und spektakulärsten seiner Art in Europa zu sein. Aber all diese Erfolgsmeldungen wären hier vielleicht gar nicht zu vermelden, stünden da nicht hochmotivierte OK-Teams im Hintergrund, die ihre «Projekte» zielstrebig vorantreiben. Mit ihren einschüchternden Organigrammen und minutiösen Helfereinsatzplänen wissen sie selbst die Sport-Chefin, Verena Berchtold, immer wieder zu beeindrucken. Wer jedoch weiss, dass für die EuroGames hochkarätige Personen und OKs rekrutiert werden konnten, die schon Anlässe wie den Zürcher Sylvesterlauf oder gar Weltmeisterschaften organisiert haben, wird sich ob der an den Tag gelegten Professionalität nicht wirklich wundern. Was ebenfalls eine besondere Erwähnung wert ist, ist die Tatsache, dass von insgesamt 20 OKs 11 durch Heti-Clubs gestellt werden! Diese Durchmischung, vor allem aber die Bereitschaft dieser Leute, an einem Gay-Anlass aktiv mitzuwirken, freut uns ganz besonders!! Ihr Engagement ist beeindruckend und die Zusammenarbeit unkompliziert und befruchtend. Selbst das selbstironische Schüren «übelster» Klischéevorstellungen aus dem eigenen Lager wie z.B. der Vorstellung von einer in Lederröckchen kickenden Herren-Fussballmannschaft, konnte den Hetis bis anhin nur ein erfrischendes Lachen entlocken. Es ist zu hoffen, dass es den EuroGames auch in breiterem Rahmen gelingen wird, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Wir sind auf dem besten Weg! Britta Wiegand
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