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Die
Knef ist wieder auf der Bühne
Der
Altstar fasziniert, gleich 2 Interpretationen sind auf den Zürcher Bühnen
zu sehen
Die verkannte Zwillingschwester:
Irmgard Knef
Das überraschende Auftauchen von Hildegards verleugneter Schwester
wird jeweils zum umjubelten Travestieerlebnis, wo immer sie Auftritt.
Als alte Dame wird sie auf die Bühne begleitet und stellt sich als
Irmgard Knef, der jüngeren Zwillingsschwester von Hildegard vor.
Sie beweist dem Publikum mit ihren Songs, dass auch sie das Zeug gehabt
hätte, zu «einem Weltstar in Deutschland». Nur als jüngere
Schwester sei das halt schwierig, mit gelungen Pointen und bösen
Verweisen auf die Hildegard erzählt sie von ihrem Leben stets im
Schatten des Stars. Sie hätte es doch auch zu etwas bringen können,
wäre die egomanische Schwester und der Alkohol nicht gewesen.
Eine Travestie, welche endlich wieder einmal eine Geschichte hat und nicht
nur aus einem Potpourri von Play-Backs diverser Stars und Sternchen besteht.
Der bis anhin verkannten Künstlerin wünscht man viel Erfolg
als Altstar und wenig Gichtanfälle und Rheumatismus.
Hinter der gestrafften Maske verbirgt sich der Berliner Schauspieler Ulrich
Michael Heissig welcher mit seiner Figur ansetzt zum Sprung in die weltumspannende
Karriere. Er tut all das, wozu die echte Knef nicht mehr willens oder
im Stande ist - unter anderem auch Singen mit der eigen Stimme.
Irmgard Knef - verkannt, verleugnet, vergessen - ist für die Zürcher
zu sehen in Millers Studio im Rahmen des «Warmen Mai 2001».
Dienstag 15. Mai und Donnerstag, 17. Mai, jeweils um 20.00 Uhr.
Tapetenwechsel
für Michael von der Heide
Sein neuestes Programm «Hildegard» hat am 17. April Premiere
im Hechtplatz Theater in Zürich mit Liedern von und für Hildegard
Knef. Er hat schon immer Chansons von Hildegard Knef gehört - nun
wagt er ein volles Abendprogramm mit Liedern des Stars. Michael ist von
Hildegard Knef begeistert: «Sie ist eine ganz spannende Persönlichkeit,
eine Macherin, Denkerin und auch Autorin. Über 300 Texte zu Chansons
hat sie verfasst. Viele davon sind ein Hit geworden - einzelne gar Evergreens.
Ihre Lieder drücken ihre positive Lebenseinstellung aus.»
«So oder so ist das Leben», ob es nun «rote Rosen regnet»
oder «die Welt am Zürichsee unterging». Mit «Hildegard»
zaubert Michael von der Heide eine vergangene Welt auf die Bühne,
die Welt der Sängerin, Schauspielerin und auch Buchautorin - «Der
geschenkte Gaul» verkaufte sich 3'000'000 Mal!
Mit Hilfe von Catriona Guggenbühl, in den Kostümen von Willi
Spiess, mit Erich Strebel an Flügel und Wurlitzer, Adrian Stern an
Bass und Gitarre, vollzieht Michael selbst einen «Tapetenwechsel».
Nach den Auftritten mit einer grossen Band auf grosser Bühne und
den Plattenaufnahmen gibt es diesmal eben etwas Kleines, Intimes - auf
einer kleinen Bühne.
Die Knef hat gewaltige Chansons geschrieben und gesungen, sehr musikalisch
und mit guten Texten. In letzter Zeit ist es - leider - ruhig geworden
um sie. Das macht doch ein wenig traurig. Die jungen Leute haben sie ja
gar nie auf der Bühne gesehen - auch ich nicht. Bereits auf dem Album
«30°» habe ich ein Lied von der Knef gesungen: «Die
Welt ging unter am Zürichsee». Nun stehe ich mit etwas weniger
bekannten Liedern der Knef auf der Bühne. Eine Plattenaufnahme ist
bis jetzt nicht geplant - es gibt ja die Originale von Frau Knef»,
meint Michael.
Doch wir hoffen, dass es vielleicht bald schon einen Live-Mitschnitt gibt
von Michaels «Hildegard» mit der ganzen tollen Atmosphäre,
die solchen Aufnahmen eigen sind.
Übrigens stand Michael von der Heide bereits 1998 auf der Bühne
in «Lina Böglis Reise» von Christoph Marthaler. Die Truppe
tourte während zwei Jahren durch das In- und Ausland. Dann kam «divamix»
mit Maja Brunner und «Letzte Lieder» für das Theater
Basel - und dazwischen erschienen immer wieder Platten, zuletzt die Single
«Where the wild Roses grow», das Duett mit Kuno Lauener, eine
Auskoppelung aus dem Album «Tourist»
Tournee-Kalender
von «Hildegard»
17. bis 22. April: Zürich Theater Hechtplatz
24. April: Luzern Kleintheater am Bundesplatz
26. April: Thun Schadausaal (mit der Thunfisch Verleihung)
27. und 28. April: Wädenswil Theater Ticino
29. und 30. April: Basel Theater Fauteuil
Eine
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