Michael von der Heide als «Stalin»
Chansonnier - Sänger - Knef Darsteller und jetzt als «Stalin» im Schauspielhaus Zürich

Michael von der Heide, ein talentierter junger Künstler, erklimmt seit 1995 kometenhaft die Stufen des Erfolgs. Wir kennen seine Hildegard Knef. Wir kennen ihn vom Duett mit Kuno Lauener in der Ballade «Where the Wild Roses Grow» und von rund einem Dutzend CD's, jede ein bisschen anders und doch alle mit einem unverwechselbaren Sound. Wir haben ihn zusammen mit Maja Brunner und Christine Jaccard im «divamix» Liederabend erlebt.
Er hat schon 1995 den «Goldenen Thunfisch» erhalten, 1998 den «Silbernen Hasen» für «Jeudi Amour», 1999 den «Prix Walo» in der Kategorie «Chanson» und im Jahr 2000 den Deutschen Kleinkunstpreis im Bereich Chanson. Mit «Bagatelle» hat er 1997 eine Deutschlandtournee gemacht, die ihn auf die Volksbühne Berlin, ins Schauspielhaus Hamburg, u.a. führte.

«Der digitale Wickinger»- alles ist Event

Bereits 1996 hat er in der Theaterproduktion «Lina Böglis Reise» von Christoph Marthaler mitgewirkt. So erstaunt es eigentlich überhaupt nicht, dass er nun im Schauspielhaus Zürich auf der Bühne steht: todchic in Uniform - als Stalin. Er ist der Star in Eventmanager Dennis Klufts Kassenschlager «Stalin - das brutalste Musical aller Zeiten» Der Impressario Heinrich Klingenburg war verzweifelt. Das Publikum blieb seit geraumer Zeit aus und selbst sein Star-Schauspieler Claus Bruno vermochte die Zuschauer nicht mehr in seinen Bann zu ziehen. Ob der junge Eventmanager Dennis Kluft den angeschlagenen Kulturbetrieb mit dem Musical retten kann?
Wo ist die Realität, wo die Fiction?? Michael von der Heide spielt den Stalin, im Bühnenmusical, das wiederum Teil des digitalen Wikingers von Schorsch Kamerun ist.

Schorsch Kamerun, Musiker und Regisseur

Schorsch Kamerun war 1984 Mitbegründer der Hamburger Band «Die Goldenen Zitronen», deren Stücke zur wichtigsten politischen Popmusik gehören. Zusammen mit Rocko Schamoni rief Kamerun in der Mitte der 90er Jahre den «Golden Pudel Klub» am Hamburger Hafen ins Leben, der im Januar 2001 auch im Schauspielhaus Zürich zu hören und zu sehen war.
Im «digitalen Wikinger» setzt sich Kamerun mit dem Ausverkauf der Kunst, der Inhalte, des «Wahren, Guten und Schönen» auseinander. Er stellt sich und uns die Frage, wie Theater in diesen Zeiten noch möglich sein kann. Eine gigantische globale Unterhaltungsindustrie diktiert den Zeitgeist und den Trend. Jede neue Idee, jede interessante Strömung, alles wird aufgesogen, verwurstet und im passenden Entertainmentformat einem gierigen Markt vorgeworfen. Alles wird Oberfläche, eine inhaltliche, gedankliche Tiefe interessiert niemanden mehr. Und für die Kulturinstitutionen gibt es scheinbar nur einen Ausweg: sich anpassen an den Ausverkauf der wahren Kunst - oder auf der Strecke bleiben. «Der digitale Wikinger» ist klug und schnell. Er ist bunt, musikalisch, tragikomisch und verrückt.
«Der digitale Wikinger befasst sich ernsthaft mit Kunst und Spektakel, mit Banken und Fluglinien, Kommunisten mit Herz, einer unabhängigen Miss Schweiz, einer Leiche und den aktuellen Börsenkursen. Geschichte, Kapital und Verbrechen, Politik und Gesellschaft - alles ist verwertbar, alles Event. Er erklärt Ihnen erstmals und in aller Ausführlichkeit die Zusammenhänge und Symbiosen zwischen Pay-TV und Feuilleton, zwischen Tele 24 und dem Opernhaus, zwischen politischem Widerstand und Radical Chic. Stop the war! Fight power, not people!»


Das Schauspielhaus Zürich ist die grösste Sprechbühne der Schweiz. Im grossen Haus am Pfauen gibt es 800 Plätze, in der Halle im Schiffbau 500, in der Box im Schiffbau 200, im Atrium im Schiffbau 100 Plätze. Dazu kommen weitere Spielstätten wie Probebühnen oder Montagehalle. Pro Jahr sind es insgesamt rund 600 Veranstaltungen, die von etwa 150'000 Zuschauerinnen und Zuschauern besucht werden.
Weitere Informationen unter www.schauspielhaus.ch oder unter Tel. 01 265 58 58 (Theaterkasse) oder Fax 01 265 57 04. Über das Internet kann auch der Schauspielhaus Newsletter abonniert werden.

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