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Dominik Flaschka
Auch als neuer Leiter
im Hechtplatz Theater schreibt er an seiner Erfolgsgeschichte
von Kurt Büchler
Dominik Flaschka
strahlt - er ist glücklich. Am 1. Juli hat er als Nachfolger von
Nicolas Baerlocher die Leitung des Theater am Hechtplatz in Zürich
übernommen. Damit geht ein langjähriger Traum von Dominik Flaschka
in Erfüllung: Ein «eigenes» Theater. «Ja, es reizt
mich, hier in diesem traditionsreichen Theater zu wirken. Ich bin 'sehr
frei' in der Gestaltung des Spielplans, das war auch eine Voraussetzung
für meine Arbeit. Aber ich bin der Geschichte dieses Theaters doch
sehr verpflichtet» meint er. Er, Dominik Flaschka, der in Zürich
seine Ausbildung zum Schauspieler hinter sich gebracht hat, der anschliessend
in verschiedenen Produktionen und Theatern auf der Bühne gestanden
hat. «Ich freue mich überhaupt, Theater zu machen und im Speziellen
für ein Publikum, das ich ´kenne´, das mir nicht unbekannt
ist.»
Blick zurück
auf eine Erfolgsgeschichte
Dominik Flaschka schreibt Stücke, bearbeitet Stücke, führt
Regie und steht auch selbst auf der Bühne. 1995 gründet er zusammen
mit Lea Hadorn die «shake musical company». Sie produzieren
mit Lollipop, Schlagerrevue der 50er Jahre, ihren ersten Erfolg. Weiter
geht es mit Blutiger Honig - das Bienengrusical, unter anderem mit Marc
Charles. Schweins Light night Show ist die ultimative Talkshow kurz vor
Mitternacht, dann Chefarzt Dr. Edgar, Switzerland 10 Points mit Maurizio
und Fabrizio und schliesslich Non(n)sense, das Nonnenmusical. Nonnen stehen
auf der Bühne, bringen eine witzige Unterhaltung und das Publikum
lacht Tränen. Nach dem weltweiten Erfolg dieses Stücks schreibt
der Amerikaner Dan Goggin drei weitere Folgen. Die vierte heisst:
Nuncrackers - die
früheste Weihnachtsshow im Jahr.
Wiederum hat Dominik Flaschka den Text für das zürcherische
Verständnis bearbeitet und sein shake entertainment zeigt die singenden
und tanzenden Nonnen zusammen mit dem Pater Virgil im Theater Stok vom
10. Juli bis 31. August. Damit hat er gleich die deutschsprachige Erstaufführung
realisiert. Es kursiert übrigens das Gerücht, dass der Autor
die Nonnen-Storys ursprünglich für Männer geschrieben habe,
oder für Männer, die in Frauenrollen schlüpfen - wie dem
auch sei, Nuncrackers präsentiert himmlische Kochrezepte, das Nussknacker-Ballett,
stimmungsvolle Balladen und Weihnachtskaraoke. Denn die kleinen Schwestern
von Oberhasli sollen eine Weihnachtsshow mit Livepublikum (das sind die
Theatergäste) für das Fernsehen aufzeichnen. Mutter Oberin versucht,
zusammen mit Schwester Hubert die fromme Meute zusammen zu halten und
die Aufzeichnungen zu leiten.
Weiter bis zu den
Sekretärinnen
Nach Non(n)sense gabs Pornissimo..., dann In Perfect Harmony mit Maurizio
und Fabrizio, Ben Hur, Die Geierwally und vor kurzem im Hechtplatz: Sekretärinnen.
(Cruiser berichtete darüber).
Was erwartet uns
im Theater am Hechtplatz:
Wie er sich den Spielplan vorstelle, ob er sich schon die ersten Marksteine
gesetzt habe. Dominik Flaschka lacht: «Bis Ende 2003 steht das Programm,
denn Theater machen ist ein langfristiges Ziel. Und so kann ich für
den Beginn des Jahres 2004 meine Ideen umsetzen.» Dann werden wir
wohl bis 2004 auf den «Blutigen Honig» warten müssen,
dieses absolut erfolgreiche Musical von Flaschkas Shake Musical Company,
das er 1996 im Stok am Seilergraben inszeniert und mit ausverkauften Vorstellungen
und einer Tournee zu einem Riesenerfolg geführt hat. «Moment,
der Hechtplatz ist nicht «mein» Theater oder dasjenige der
shake entertainment. Sicher werden «wir» auch am Hechtplatz
einmal zu sehen sein. Wenigstens hoffe ich das. Aber das Hechtplatz Theater
wird weiterhin das Theater der grossen Schweizer Kabarettisten, der Clowns
und des Chansons sein. Ich werde auch weiterhin Boulevard Theater im Programm
haben und dies alles auch in Mundart. Ich werde grosse Namen verpflichten
aber auch New Comers eine Chance geben. Das Haus wird nicht das Experimentierfeld
von ein paar Theaterfreaks sein», lacht, «ich bin der Programmierer,
der Ermöglicher von Boulevard-Theater, wenn Sie wollen, auf einigermassen
hohem Niveau. Im April 2002 steht Irmgard Knef auf der Bühne und
ebenfalls René Caldart»
Was ihn denn an dieser
Tätigkeit so reizt, wollten wir wissen. «Ich habe ein paar
Jahre selbst auf der Bühne gestanden, dann habe Regie geführt»
...übrigens mit grossem Erfolg, wenn wir an die jüngste Erfolgsgeschichte
erinnern dürfen, die Dominik Flaschka mit Studentinnen und Studenten
der Otto-Falckenberg-Schule in München bei Christoph Leimbacher -
der ebenfalls mit Zürich und mit dem Hechtplatz Theater verbunden
ist - mit der Produktion: «Wegen Zu geschlossen» an den Kammerspielen
in München auf die Bühne gebracht hat... und im April im Theater
am Hechtplatz. Ob er denn nun als Leiter eines Theaters auf all das verzichten
werde. Dominik lacht verschmitzt: er gibt zu, dass er eine erfolgreich
gestartet Karriere im Regiefach abbricht und sich auf Zürich freut.
«Ich habe mit viel Spass und Elan in den letzten Jahren Regie geführt,
mit vielen Leuten Produktionen auf die Bühne gestellt. Nun reizt
es mich, etwas anderes zu tun. Vor mir liegt ein leerer Spielplan. Ich
kann Ideen entwickeln, Visionen. Ich kann Stücke suchen, Produktionen.
Ich kann Stücke lesen und Kontakt aufnehmen mit Produzenten, mit
Regisseuren, mit Schauspielerinnen und Schauspielern und mit Kabarettisten.
Und dann kann ich den leeren Spielplan langsam zusammenbauen, ihn füllen.
Ich weiss, das ist eine einsame Arbeit. Aber hier habe ich eine neue Aufgabe,
ich habe Perspektiven, ich kann für Zürich eine langfristige
Kontinuität aufbauen - und weiterführen. Ich geniesse das Umfeld
in Zürich, ich mache Theater für das Publikum, das ich 'kenne'.
Und ich habe aber auch meine Verpflichtung,. Das Theater Hechtplatz hat
260 Plätze. Das ist viel. Da braucht es viele Leute, damit es voll
wird. Ich freue mich wirklich auf diese Tätigkeit.»
Eine Internetlösung
der
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