Leichen im Keller und ein strahlender Haymo Empl
«Ich bin auch privat sehr schnell!»

In flottem Tempo beginnt das neuste Buch von Haymo Empl. Warum es «Belladonna» heisst, kommt jedoch erst auf den letzten Seiten aus... Immerhin, schon das dritte Buch des Shooting-Stars der Zürcher Belletristik! Und auch das neuste Werk ist temporeich und bald beginnen sich die Tatsachen zu überschlagen und die Story läuft auf verschiedenen Schauplätzen fast gleichzeitig ab. Doch darauf kommen wir später zurück.

Ob er denn immer so schnell sei, wie beim Bücher Schreiben. Cool rechnet er vor, wie lange es braucht, bis ein 200seitiges Buch geschrieben, wenn Mann täglich 10 Seiten in die Kiste bringt. Er hat vor dem Schreiben die Geschichte im Kopf. Dann kann es eigentlich gar nicht mehr schnell genug gehen. Aber auch privat ist er schnell und hat keine Geduld, vesichert Haymo.
Warum denn all die Leichen? Die würde es doch brauchen, meint er. In einer richtigen Kriminalsatyre. Nein da gibt es «keine» Vorbilder, das sind fiktive Personen. Klar kennt er auch Journalisten/Journalistinnen, ist ja selbst einer von der Zunft. Und sicher hat Haymo auch schon mit Polizisten gesprochen... aber auch in Zürich sind die nicht alle schwul...
Da sind wir beim Thema: Es ist ja keine schwule Geschichte. Das Thema kommt einfach mal vor und bewegt sich dann eigentlich auf einer Gratwanderung, ohne den Voyeuren Einblick in Details zu geben. Eine saftige schwule Sexgeschichte. Nein, die würde ihm eigentlich nicht liegen.
Ob er Single sei? Nein, seit ein paar Monaten wieder befreundet. Nachdem er während längerer Zeit Single gewesen sei, denn die Beziehung mit seinem langjährigen Freund ging in die Brüche wegen seinen verschiedenen Aktivitäten.
Ob sein Leben denn so wild sei? Da ist Radio Top, das Star TV, dann schreibt er Geschichten für ein Magazin und für eine Sonntagszeitung... Ja und dann waren auch die Bücher. Doch da macht er jetzt eine Pause! Die Bücher müssen ja auch noch verkauft werden und sollen nicht schon vom Nachfolger vom Gestell gefegt werden. Dazu kommt das (Vor-)Lesen und das Signieren. Ja und zuerst natürlich die Vernissage im Theater am Hechtplatz. Ein Abend voller Überraschungen!

Aber nochmals zurück zu «Belladonna», ohne den Lesern die ganze Spannung zu stehlen. Angesiedelt ist die Story in der Redaktionsstube von «Wahre Geschichten». Dabei kommen wir dahinter, dass gar nicht immer alles so wahr ist... Während die Redakteurin noch ein «journalistisches» Doppelleben führt, träumt die sexy Praktikantin von der Karriere einer «richtigen» Journalistin. Dann treten auf, ein tauber Insektenfan mit Piercing, ein schwuler Polizist, eine mysteriöse, in Zürich untergetauchte Popsängerin, ein etwas zwielichtiger Pharmaforscher, ganz viele Journalisten und eine deutsche Bestseller-Autorin mit Schreibblockade.

Weitere Infos unter www.haymo-empl.ch


Kurt Büchler

 

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