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Romeo und Julio oder
Marlene und Greta auf dem Lande
«derBUS»
will informieren und Toleranz fördern für Schwule und Lesben
von
Kurt Büchler
Fünf
bis zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung - also 350'000 - 700'000
Personen sind homosexuell. Obwohl die Gesellschaft offener geworden, ist
es weiterhin oft schwierig, offen als Lesbe oder Schwuler zu leben - vor
allem in ländlichen Gegenden.
«derBUS», eine Wanderausstellung, will zu mehr Toleranz, Verständnis
und auch zum Abbau von Ängsten beitragen. Sie will auf anschauliche
Weise Informationen über lesbische und schwule Lebensweise vermitteln
und so einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion und damit zu mehr
Toleranz leisten. Das Konzept der Wanderausstellung ermöglicht es,
zu den Leuten zu gehen, vor allem in ländlichen Gegenden, und Gespräche
in Gang zu bringen. Die Bevölkerung soll erleben, dass Lesben und
Schwule Menschen sind wie du und ich..., wie die nette Frau von neben
an, wie der strahlende Verkäufer im Warenhaus.
Im
Frühjahr 2001 startete die gemeinsame Fachgruppe «Politik»
der Lesbenorganisation Schweiz LOS und der schweizerischen Schwulen-Organisation
PINK CROSS das Projekt der Wanderausstellung «derBUS». Betreut
wurde es von der LOS-Co-Präsidentin Brigitte Röösli, unterstützt
durch die LOS-Co-Präsidentinnen Eva Kaderli und Lili Schaufelberger
und vielen weiteren Frauen - und auch ein paar Gays. Das grafische Konzept
stammt von Isabelle Macciacchini. Es ist eine Wanderausstellung zum Anfassen
geworden! Schliesslich konnte Brigitte die Ausstellung zur Premiere in
ihren Heimatort Dagmersellen bringen. Bereits liegen Anfragen für
die nächsten zwei bis drei Monate vor. Die Ausstellung «derBus»
soll während zwei Jahren unterwegs sein, ab Sommer auch in der Romandie.
Anfragen von Vereinen, Gemeinden und Institutionen sind deshalb willkommen.
Kontaktadresse: bus@los.ch
«derBus»
und seine Ziele
Toleranz fördern, heisst in erster Linie informieren, und einander
kennenlernen. «derBUS» spricht breite Bevölkerungsschichten
an.
Die Ausstellung mit Texten in Deutsch und Französisch zeigt auf anschauliche
Weise die Vielfalt der lesbischen und schwulen Lebensweisen, insbesondere
die kulturelle, gesellschaftspolitische und soziologische Verschiedenheit.
Diskriminierungen und Ausgrenzungen in der Gesellschaft werden angesprochen.
«derBUS» ist eine Ausstellung, die aus dem Leben gegriffen
ist. Themen wie Familie, Religion und Toleranzverhalten werden angesprochen.
Durch Gespräche und Informationsmaterial können Lesben und Schwule
in ihrem Coming Out unterstützt werden.
«derBUS» soll auch für öffentliche Diskussions-
und Informationsveranstaltungen dienen.
«derBus»
und seine Inhalte
Die Angst vor der Homosexualität (der Betroffenen selbst und der
Umwelt)
Coming Out als Modell und Station gelebter Homosexualität
Homosexualität als Lifestile. Schwule Männer setzen auch für
die heterosexuelle Welt Massstäbe in Mode, Kunst und Kultur. Welche
Rolle spielen Lesben in der Frauenkultur?
Ursache und «Risiko», respektive Chance der Homosexualität
Information zum Stand der Gesellschaft. Rechtliche Situation in der Schweiz
und in der Welt
Welche Gesellschaft, welches Leben wünschen sich Homosexuelle?
«derBus»
und sein Rahmenprogramm
Die Wanderausstellung soll auch mithelfen, Podiumsdiskussionen, Video-Aufführungen
(Verleih), geführte Spiele, Theater, Musik, Tag der offenen Türe
(Besuch in Wohnungen von Lesben und Schwulen) zu ermöglichen oder
gemeinsam ein Kunstwerk entstehen zu lassen, welches eine Zeit lang auf
dem Dorfplatz stehen kann. Es sollen auch Schulstunden organisiert und
Vorträge organisiert werden, Lesbisch-schwule Tage in den Dörfern
und Städten und Aktionen der Dachverbänden unterstützt
werden.
Weitere
Infos unter bus@los.ch
Eine Internetlösung
der
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