Fabian C. Abendroth und «Die Kommune»
Eine sehr realistische, gut erzählte Geschichte eines jungen Mannes

von Kurt Büchler


Fabian C. Abendroth, 21, präsentiert sein erstes Buch. Eine Geschichte von jungen Leuten. Sie handelt von der Schule und ihren gestrengen Lehrern. Von Sport - Wettkampf und Training. Von der Freundschaft zweier Jungs. Von Neid und Hass, aber auch vom Alltagsleben eines jungen Mannes, der merkt, dass ihn Männer anziehen.

CRUISER: Fabian, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Roman zu schreiben?
Fabian: Ich habe schon immer gerne geschrieben. Im Alter von zwölf fing ich an, Gedichte zu schreiben, dann wollte ich etwas «Grösseres» schaffen. Inspiriert zum Roman hat mich letztendlich die Lektüre von «Die Mitte der Welt» von Andreas Steinhöfel sowie aktuelle Ereignisse bei mir und in meinem Freundeskreis.

Es kommen interessante Figuren vor, kannst du zu ihnen noch etwas sagen?
Johannes verkörpert die dunkle Seite, die in jedem Menschen in verschiedenster Ausprägung steckt. Als Vorlage für seine Persönlichkeit diente mir ein Charakter aus der englischen Gegenwartsliteratur. Charlotte ist die beste Freundin, die sich jeder wünscht. Sie hat immer ein offenes Ohr und setzt sich stets für den Nächsten ein. Zu meinem Glück existiert diese Person in der Realität. Rick nimmt die Rolle des typisch Männlichen an. Er ist sportlich, schart die Bewunderer im Rudel um sich und ist unfähig, sich seine Gefühle einzugestehen, geschweige denn, sie zu äussern. Dann ist da noch Paul - der Traumschwiegersohn schlechthin. Er ist begabt, gutaussehend und einfach nett. Nur fehlt es ihm an Selbstbewusstsein. Er ist eigentlich jemand, mit dem man gerne befreundet wäre - nur lässt er wenige richtig an sich heran.

Ich habe gehört, dass du auch Kurzgeschichten geschrieben hast. Welche Themen kommen da drin vor?
Erwachsen werden, Selbstfindung und vor allem Kritik an unserer Gesellschaft.

Hast du dich bei «Der Kommune» an realen Menschen und Situationen orientiert?
Einige Situationen habe ich selber miterlebt, teils als Beobachter teils als Beteiligter. Viel ist aber auch frei erfunden. Mit den Protagonisten des Romans verhält es sich ähnlich - teilweise sind sie Karikaturen von realen Menschen, teilweise sind deren Charakteren frei erfunden.

Kommst du selbst auch vor?
In jeder der Figuren steckt auch ein Teil meiner Persönlichkeit - in den einen mehr, in anderen weniger.

Gegenwärtig bist du Student in Heidelberg und bald wirst du wieder ins Ausland gehen.
Richtig. Ich werde ab kommendem Oktober in Oxford, England, Literatur studieren.


Bist du befreundet?
Nein.

Hast du einen neuen Roman in Arbeit?
Mir schwirren da schon eine Menge Ideen und Konzepte für ein neues Buch durch den Kopf. Da ich mich jetzt aber erst einmal auf mein Studium konzentrieren muss, werde ich leider nicht viel Zeit haben, diese Ideen zu Papier zu bringen.

Bemerkungen, Wünsche oder ...?
Ich freue mich immer über konstruktive Kritik meiner Leser. Also Jungs und Mädels haut in die Tasten! Email: DieKommune@yahoo.de

 

Die Kommune - Das Buch

Paul lebt mit seiner kleinen Schwester und Mätzchen, seinem kleinen Hund bei seinen Eltern. Sie arbeiten beide und kümmern sich wenig um ihn. Morgen ist der erste Schultag nach den Ferien. Ein neuer kommt in die Klasse: Rick - ein junger Mann mit Ausstrahlung. Paul
verliebt sich in ihn. Dann ist da auch Charlotte, die beste Freundin von Paul, und Johannes, sein Konkurrent als Klassenbester, aber auch bei Rick!
Die Schauplätze wechseln sich in schnellem Rhythmus, manchmal schieben sich auch Gedanken oder Träume dazwischen. Eine frische lockere Sprache. Genaues Beobach-ten des Autors und klare Schilderung der Ereignisse. Manchmal recht poetisch und so farbig beschrieben, dass man die Szenen vor sich sieht und mit den Personen im Roman mitfiebert und mit hofft.
Viele Teile der Geschichte hat der Autor sowohl als entfernter Beobach-ter als auch am eigenen Leib erfahren. Vieles hat er auch erfunden oder es hat sich anders zugetragen...

 

Eine Internetlösung der