Wem gehört der Regenbogen?
Das Symbol der Gay Community im Aufschwung

von Martin Ender


Seit gut dreissig Jahren begleiten sie uns. Die Regenbogenfarben schienen für uns - die Gay-Community - reserviert zu sein. An den Christopher Street Day-Paraden leuchten sie auf Fahnen und Flaggen in aller Welt. Der Regenbogenkleber auf dem Motorrad oder am Auto signalisiert die Zugehörigkeit zur Community, sei's auf dem Susten oder in San Francisco. Mit dem Regenbogenstoff auf dem Balkon oder der Dachzinne demonstrieren Schwule und Lesben offen ihre Lebensart und werben für Toleranz. Ende der 60er Jahre, in der Folge der Polizeigewalt bei Razzien in Schwulenlokalen an der Christopher Street in New York, nutzten die Schwulen- und Lesbenorganisationen den Regenbogen mit seiner Vielfarbigkeit als Symbol der Toleranz gegenüber den vielfältigen Lebensformen.

Jetzt sind die Regenbogenfarben so präsent wie noch nie. «Unsere Farben» erleben im Verlangen nach Frieden einen enormen Aufschwung. Vergessen wir aber nicht: Schon Mitte der 50er Jahre machten sich Friedensaktivisten in Amerika die Regenbogenfahne zu eigen. Am Tag, als nun der Krieg gegen den Irak begann, gingen weltweit Viele mit dem Regenbogen auf die Strasse. So auch, wie auf dem Bild, die Schüler in Zürich. Sie marschierten für Frieden. Und damit für Toleranz und Respekt gegenüber andern Völkern und Religionen.

Unser Regenbogen ist derselbe: Auch er wirbt für Toleranz und für den vollen Respekt gegenüber dem «Anderen» - der anderen Lebensformen. In diesem Sommer wird er stärker denn je leuchten: erstmals an einem CSD in Basel, an der Pride in Delémont und am CSD in Zürich.

 

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