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Karl Scheuber, der
Mann für die Musik Er kam vom Land in die Stadt, weil es hier mehr Möglichkeiten gab. Schon als kleiner Junge machte er Musik. Nach begonnenem Studium in Geschichte und Musikwissenschaft machte er seine Ausbildung am Klavier. Er wurde Klavierlehrer. Kirchenmusik und Schulmusik waren seine weiteren Studienfächer. Doch dazwischen lag noch ein Aufenthalt in Herford in der damaligen BRD. 26 Jahre Unterricht am Seminar Küsnacht und nun bald 10 Jahre an der HMT, Zürich - und nicht zu vergessen: Gründer und Leiter des Schmaz.
1967 gründete er den Singkreis der Engadiner Kantorei. Ein Chor, der sich sehr schnell grosse Beachtung verschaffte. Schon während der Studienzeit unterrichtete er, und so war es nach einer kürzeren Phase als Kantor in Frauenfeld keine allzu grosse Überraschung, als er 1971 als Hauptlehrer für Klassengesang und Klavier ans damalige Lehrerseminar Küsnacht gewählt wurde und den angehenden Lehrerinnen und Lehrern das Singen beibrachte. Hier gründete er auch den Kammerchor Seminar Küsnacht. Seine Chortätigkeit mit dem Schwerpunkt Neuere Musik, seine Einstudierungsarbeit für verschiedene Dirigenten und die erwähnte Verbindung von künstlerischer und pädagogischer Arbeit haben ihm Ehrungen durch Stadt und Kanton eingebracht.
Der Schmaz stösst auf grosses Interesse, hat Erfolg und zeigt ausserordentliche Leistungen. Wie weit er von einem Profi-Chor entfernt ist, wollten wir von Karl Scheuber wissen. «Der Schmaz ist eindeutig ein Laienchor», meint er, «wenn auch auf sehr hohem Niveau. Natürlich hat es aber auch Leute dabei mit Gesangs-Ausbildung, und immer wieder steht auch Weiterbildung auf dem Programm.» Pro Jahr sind über 50 Dienste, die die Sänger leisten müssen mit allen Proben und Auftritten. Stilistisch bewegt sich der Schmaz im klassischen Bereich und zwar ab Renaissance und Romantik mit Schwergewicht Schubert. Was ist geplant, wollten wir wissen: «Das nächste Projekt ist ein Schubert-Abend mit Franz Hohler - der zum Teil ganz neue Texte liest - und Irwin Gage am Klavier.»
Es wird einen gemeinsamen Chorauftritt geben mit zwei Stücken von Anton Bruckner und von Daniel Fueter. Als Höhepunkt kann sicher das neue Stück bezeichnet werden, das Daniel Fueter mit einem französischen Text für vier Hörner, und vierhändiges Klavier komponiert hat. Ein Organisations-Komitee mit sieben Leuten unter dem Co-Präsidium von Peter Kyburz und Roger Staub kümmert sich um all die Details der Programmierung, aber auch der logistischen Fragen wie Verpflegung und Unterkunft. Noch immer gilt: Wer hat ein warmes Bett für einen schwulen Mann? Bitte melden an Tel 043 333 10 13 von MO bis FR jeweils 17.00 bis 20.00 Uhr oder direkt im Internet unter www.chorspektakel.ch eintragen. Karl Scheuber kann sich dabei ganz auf das Musikalische konzentrieren. Er hat ein kleines Medley mit Mani-Matter-Chansons arrangiert, das am diesjährigen Chorspektakel Premiere haben wird.
DO 29. Mai 20.00 FR 30. Mai 20.00 SA 31. Mai 20.00 SA 31. Mai 23.30 Vorverkauf Preise
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