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«Hildes Reise» von Dani Diriwächter
Erzählt wird
die Geschichte von Steff (Oliver Stokowski), dessen ehemaliger Freund
Martin Hilder, genannt Hilde, an AIDS verstorben ist. Steff ist unerwartet
der Alleinerbe von Hildes Vermögen, das aus der wohlhabenden Hilder
Familie stammt. Was zählt, sind die Emotionen Die Thematik AIDS war Christof Vorster wichtig, jedoch vermied er es wohlwissend, den Film «nur» auf diesem Thema aufzubauen. Hildes Reise ist weit mehr als die, wie er es selber erwähnt, «emotionale Achterbahn» eines HIV Patienten, sondern eine Geschichte, die mit viel Gespür für das Zwischenmenschliche, sowie auch das Gleichgeschlechtliche, erzähl wird. Was zählt bei Hildes Reise, sind die Emotionen, fernab von gesellschaftlichen Einstufungen, die der Film jedoch auch darzustellen vermag. Machart und Technik überzeugen. So ergänzt sich beispielsweise die elegante Kameraführung mit dem sparsamen Einsetzen von Musik. Der Schnitt gibt dem Film zu Anfang ein beschwingtes Tempo, doch bei der Reise bekommt er eine Ruhe, die besinnlich in die finale Szenerie am Strande in der Bretagne mündet.
Doch nicht alles verläuft in Ruhe. Die Story entfaltet eine ungeahnte Dynamik. Und die Spannung steigt, weil man als Zuschauer längst eine andere Lösung wüsste in dem Gerangel um Urne, Asche und Geld. Doch Vorster gibt der Geschichte einen andern Dreh. Gekonnt gelingt es ihm, Klischees zu umschiffen, und er vermied auch die üblichen «Fehler» eines Schwulen Films. Christof Vorsters grösstes Plus sind seine Darsteller, die Hildes Reise durch ihr Schauspiel prägen. Der charismatische Oliver Stokowsky fesselt durch sein zurückhaltendes Spiel. Michael Finger steigert sich zusehends von dem anfänglich flachen Part in den heimlichen Helden des Films. In der Rolle der kaltherzigen Mutter überzeugt Heidi Maria Glössner, deren innerliche Zerrissenheit einen Schauer über den Rücken gleiten lässt. Das Ensemble wird abgerundet von Katharina von Bock, bekannt aus «Lüthi & Blanc», Peter Rühring und «Sens Unik»-Sänger Carlos Leal. In der Tat ist Christof Vorster ein Filmjuwel geglückt, wie es in der Schweizer Filmszene nur schwer zu finden ist.
Freitag, 19. Dezember
2003, 23.00 Uhr CRUISER & HAZ
laden 250 Gäste ein HILDES REISE wird im Januar 04 in die Kinos kommen. Wir haben eine erste Spezial-Filmvorführung organisiert. Und nach dem Film gibt's erst noch einen Gratis-Drink in den nahegelegenen Lokalen Dynasty und Predigerhof. Die Gratis-Tickets für Film inkl. Drink können reserviert werden über info@cruiser.ch oder info@haz.ch (zum Abholen an der Abendkasse) oder ab 10. Dezember direkt bezogen werden im Dynasty oder im Predigerhof.
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