| GeburtsAAAH!g
im Niederdorf Der Zürcher Aaah!-Club wird drei Jahre alt und lädt zur Geburtstagsparty Vor
drei Jahren kam das endgültige aus für die Golden Girls, die
im oberen Stock des T&M über den Bildschirm flimmerten. Einzug
hielt ein neuer Club, der mit härteren Filmchen und nackteren Tatsachen
aufwartete und mit seinen grosszügigen Öffnungszeiten der "Zürich
als Weltstadt"-Debatte endlich Taten folgen liess. Es war einmal Ins Leben gerufen wurde das Aaah! von Robert Zbinden, der zuvor selbst im T&M hinter dem Tresen gestanden hatte, und nach Umwegen als Laby-Buchhalter ins Gastgewerbe zurückkehrte und die Idee hatte, einen eigenen Club in Zürich aufzumachen. Im Gespräch war anfänglich eine Location in der Nähe der Bahnhofstrasse. Schliesslich entschied man sich aber für den oberen Stock des T&M, dessen Bar damals nicht eben gerade traumhafte Umsätze erzielte. Nachdem noch einige Hotelzimmer dem Presslufthammer gewichen waren, konnte es losgehen: Das Aaah! war geboren. Nicht nur bei eingefleischten Golden-Girls-Fans war die Konfusion zunächst gross, als der ehemalige Darkroom-Bereich des T&M im Januar 2001 zum eigenen Club wurde, den man nur noch über eine neue Treppe und gegen Bezahlung eines Bons für eine Erstkonsumation erreichte. Aus diesem Grund spannte man nach einem halben Jahr für die Wochenenden jeweils mit dem T&M zusammen. Mit dem Kombi-Eintritt können sich Partybesucher an der Marktgasse seither sowohl die Füsse auf der Tanzfläche zu Kylie & Co. vertreten als auch im dunklen Labyrinth des Aaah! lustwandeln. Celebrate Satisfaction? Trotz der Website-Eigenwerbung "Get satisfied 7 nights a week" sieht sich das Aaah! nicht primär als Sexclub und auch nicht als Darkroom des T&M. "Wir mussten unseren Ruf innerhalb der Szene schon verteidigen, alle dachten, es gehe ein Sexclub im herkömmlichen Sinn auf, das war aber nie das Ziel. Von der Eröffnungszeit abgesehen, haben wir in den letzten zwei Jahren viel Motivation und Geld investiert, um jedem Wochentag ein anderes Motto zu geben. Der Darkroom ist einfach eine Zugabe. Wenn wir die baulichen Möglichkeiten hätten, würden wir die Tanzfläche sofort vergrössern. Wir haben zudem sehr viel darin investiert, dass wir die Tanzfläche zum Laufen bringen", so Club-Betreiber Robert Zbinden. Das Aaah! möchte vor allem auch im musikalischen Massstäbe setzen, indem es etwa jungen, hoffnungsvollen Zürcher DJs eine Plattform bietet. Einige dieser DJs haben es mittlerweile vom Aaah!-Plattenteller nach oben geschafft. Geburtstags-Party mit Geschenken Robert Zbinden freut
sich sehr über den dreijährigen Geburtstags seines Babys, umso
mehr weil die Anfangszeiten des Aaah! für den Chef und seine Mitarbeiter
nicht immer einfach waren: "Man darf es zugeben: Das Aaah! hatte
keinen so fulminanten Start, es steckte sehr viel Arbeit dahinter. Ich
bin glücklich, dass wir es geschafft haben. Drei Jahre sind eine
Schallgrenze, nach der man eine gewisse Routine hat. Wir haben jetzt die
Chance, das Potenzial des Clubs noch stärker auszunutzen und das
Konzept noch mehr zu verfeinern. Ich hoffe, dass ich mit meinem Team das
Aaah! in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter bringen kann und
das wir mit dem Club-Facelifting, das am 24. Januar abgeschlossen sein
wird, für die Gäste noch attraktiver werden." Äusserst
attraktiv dürfte für die Gäste ohne Zweifel die Geburtstagsparty
vom 29. Februar werden: Der Eintritt ist umsonst, es werden Häppchen
serviert und während dreimal dreissig Minuten purzeln alle Getränkepreise
auf den Nullpunkt hinunter. Diese Aussichten würden wohl selbst die
Golden Girls aus den Socken hauen!
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