Wilde Bubennächte im "Du Théâtre"
Bern bekommt eine neue Gay Party


Von Daniel Diriwächter

Wo sich tagsüber Bundesräte die Türklinke in die Hand geben, wird in der Nacht vom 14. Februar ausgelassen andersrum getanzt und gefeiert. Im "DüDü" schwingen dann die Schwulen das Zepter. Im einzigartigen Ambiente des "Du Théâtre" in Bern steigt die neue Party "Bubennacht". Ein frischer Wind also in der Bundeshauptstadt - in Sachen Gay Live. Wir haben den Veranstalter und DJ David Merck (Labor Bar, True Colors, Black Party, etc.) getroffen und wollten wissen, was es mit den "wild gay nights" auf sich hat.

Cruiser: Wie kam es zur Idee einer neuen Gay Party in Bern?

David Merck: Moment... das ist nicht einfach eine neue Gayparty. Sowas gibt es in Bern noch nicht, und (ganz schwärmerisch) es wird wohl auch schweizweit einmalig sein! Wie es zur Idee kam? Mein Bruder organisiert regelmässig Parties im - wie wir Berner sagen - "DüDü". Das "Du Théâtre" ist die angesagteste Location in Bern und für mich ganz klar auch die schönste! Nun wurde ich angefragt, ob ich was für die Schwulen organisieren möchte. Für mich war der Fall klar: diese Chance - bei einem solchen Lokal - muss genutzt werden. Die "Bubennacht" wird sich von andern Gay-Parties also durch das Ambiente unterscheiden.

...durch welches Ambiente denn ?
Das schönste Ambiente, das man sich in Bern nur vorstellen kann. Das "DüDü" ist das stilvollste Lokal in der Hauptstadt, und in diesem Lokal - wo wirklich tagsüber Politiker ein und ausgehen - wollen wir mit glamourösem Publikum eine wilde Party feiern. Man kann sich auf etwas gefasst machen...Das wird etwas völlig anderes als die Parties in grossen Räumen.

"true colors" ist aber in Bern damit recht erfolgreich: die "grossen" Räume im Gaskessel locken Scharen an. Könnte das "Du Théâtre" nicht zu klein sein?

Das wäre schon möglich. Grundsätzlich sind die meisten Anlässe im "Düdü" ausverkauft. Aber genau dafür haben wir einen Vorverkauf eingerichtet. Zudem können wir zu einem späteren Zeitpunkt weitere Räumlichkeiten vom "Lorenzini" übernehmen. Kurz gesagt, wenn die Leute den Vorverkauf benutzen und früh kommen, kommen sie sicher rein (lacht).

Was für Musik und welche DJs stehen auf dem Programm?
Grundsätzlich ist House-Music angesagt. Da ich persönlich aber gerne auch Abwechslung habe, wird zwischendurch sicher mal ein anderer Sound dazukommen. Als DJs werden Rolf Imhof (Kaufleuten), Dodo (True Colors) und ich selbst auflegen. Es soll zu keiner Hitparadenparty verkommen.

In Bern selber läuft ansonsten nicht so viel in Sachen "Gay Ausgang". Wird es mehrere "Bubennächte" geben?

Drei weitere Ausgaben der "Bubennacht" werden im Verlaufe des Jahres folgen.
Wie es dann nächstes Jahr weiter geht - da stehen noch alle Optionen offen. Da es aber noch nichts Vergleichbares gibt, denke ich, ein Bedürfnis abzudecken und plane deshalb schon jetzt doch eher langfristig.


Wie reagierte die Berner Gay Szene auf dein Projekt?
Durchaus positiv! Es war ja schon lange erwünscht, etwas Neues zu kreieren. Und Berner sind ja dafür bekannt, dass, wenn sie mal etwas machen, es sehr kreativ machen. Auch der Name kam bis jetzt sehr gut an. Es wird eine wilde Gay-Nacht in der Hauptstadt sein, die unvergessen bleibt...


Was bedeutet der Name "Bubennacht"?

Ich finde, das Wort "Bub" ist ein Symbol für Frische, Fröhlichkeit und Kreativität. Wir erwarten natürlich Männer, aber ganz nach dem Motto "jeder Mann trägt ein bisschen Bub in sich".

"Bubennacht - Wild Gay-Nights in the Capital City",
14. Februar und 15. Mai 2004.
Du Théâtre, Hotelgasse 10, Bern, Start jeweils 22.00 Uhr.
Eintritt sFr. 22.-, Vorverkauf sFr. 18.- (Du Théâtre, Bern / Cranberry, Zürich, ab 17. Jan.).
Eintritt ab 18 Jahren, Infos unter www.buben.ch.

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