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Sexueller Notstand
im alten Athen! Pink Apple, das Schwullesbische Filfmestival in Zürich und Frauenfeld hat nocheinmal zugelegt und präsentiert sich in Zürich neu in zwei Sälen und ist mittlerweile das grösste Festival in dieser Sparte in der Schweiz. Das Programm des Festivals
will jedoch nicht nur mit Quantität, sondern auch mit Originalität,
Kreativität und Inhalten überzeugen. Dabei durchquert Pink Apple
fast ein Jahrhundert Filmgeschichte: von "A Girl in Every Port"
aus dem Jahr 1928 bis zum Kurzfilm "Hummer" aus dem Jahr 2004.
Sexueller Notstand in Athen, 411 v. Chr.. Die Frauen haben es satt, nur die kläglichen Überreste der stolzen, kriegerischen Recken wieder kampfbereit pflegen zu dürfen. Sie proben - angestachelt von der ebenso sexy wie militanten Lesbe Lisistrata - den Aufstand in Form von Sexentzug und ziehen sich auf die Akropolis zurück, um so die Männer zur Beendigung des blutigen Dauerkriegs mit der Rivalenstadt Sparta zu zwingen. Ralf König lässt in seinem Comic die Schwulen die Gunst der Stunde nutzen: Sie machen sich an die sexuell ausgehungerten Männer ran. Die Verfilmung des Katalanen Francesc Bellmunt geht noch weiter. Einige Frauen, allen voran Lisistrata, sind nicht unglücklich, dass ihnen die Verweigerung Gelegenheit gibt, sich mehr mit dem eigenen Geschlecht zu beschäftigen So viel Homosexualität, gepaart mit viel Klamauk, verspricht einen vergnüglichen Kinobesuch.
Am Anfang steht eine Wette: Schafft es Christian, einen der vier in die Nachbarschaft eingezogenen jungen Mormonen abzuschleppen? Elder Aron ist eben von zu Hause ausgezogen, um für die Kirche zu missionieren. Er wird zu einem einfachen Opfer für Christian, denn dieser kommt schnell hinter die geheimen Wünsche des jungen Missionaren. Aber aus der Wette wird eine Liebe, die nicht sein darf, denn wer sich in der homophoben Mormonenkirche outet, wird sofort ausgeschlossen. "Latter Days" - ein religiöses Drama (mit Happy End), verboten in der Mormonenkapitale "Salt Lake City".
"Beyond Vanilla" ist ein Ausflug in die Welt von Leder & Fetisch: Spanking, Flagging, Fisting, Rollenspiele, Bondage, Dlektrofolter und Vieles mehr. Dem Regisseur Claes Lilja gelingen hier einfühlsam, ohne Sensationsgier und erfrischend unverkrampft Einblicke, die selbst routinierten Kennern den Atem stocken lassen werden. Interviews und handfeste "How-to-do"-Instruktionen führen den Zuschauer in die weite, fantasievolle Welt von Fetisch und S/M. Liljas über 100 Gesprächspartner sind Akademiker, Pornostars, Ärzte oder SexarbeiterInnen, die einen fast vergessen lassen, dass die sexuelle Orientierung eine Rolle spielen könnte. Es kommen Schwule und Heteros, Bisexuelle und Lesben zu Wort. Dem Publikum wird die Empfehlung ans Herz gelegt: "Open your mind and your ass will follow..."
Um seiner nach Indien gereisten Hippieschwester einen Gefallen zu tun, hat Pedro - ein gut aussehender schwuler Zahnarzt - seinen Neffen bei sich aufgenommen. Doch weil die Schwester wegen eines Drogenproblems in Indien festgehalten wird, bleibt der kleine Bernardo länger als vorgesehen. Pedro, der überzeugte Single, wird plötzlich zum Ersatzvater, was zu einschneidenden Veränderungen in seinem Privatleben führt. Als auch noch Bernardos Grossmutter dessen Erziehungsrecht beansprucht, gerät Pedro unter Druck. Ein etwas anderer Familienfilm mit sympathischer Besetzung.
Wie bitte, Nino will
eine Frau heiraten? Irgendetwas stimmt da nicht, vermuten Ninos drei Schwestern
Wanda, Sonja und Michelle. Sie wissen, ihr Bruder ist stockschwul. War
er doch bis vor kurzem noch mit Felix, dem beliebten Star-Fernsehkoch,
zusammen. Ob es etwas mit dem Strandhotel in Portugal zu tun hat, das
Nino erben würde, falls er eine Ehe schliesst? So versuchen die drei
Frauen auf verschiedenste Weise, die Heirat zu sabotieren. Die temporeiche
Komödie wurde für den Oscar als "Bester ausländischer
Film 2003" nominiert.
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