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«warmer
mai»wird Fünf und jubiliert Vor fünf Jahren entstand der "warme mai" als Warm-up zu den Eurogames in Zürich. Die Arbeitsgruppe stellte damals ein reichhaltiges Programm zusammen. Die Resonanz war derart positiv, dass nach den Sportspielen ein Verein gegründet wurde mit dem Ziel, den Kulturmonat weiterzuführen. Das Festival hat sich
bisher selbst getragen. Für das aussergewöhnliche und internationale
Jubiläumsprogramm erhält der "warme mai" dieses Jahr
nun zum ersten Mal finanzielle Unterstützung von Stadt und Kanton
Zürich sowie von der Ernst Göhner Stiftung, Zug, und es konnten
namhafte neue Sponsoren gewonnen werden. Ideell unterstützt wird
das Festival von den bekannten Persönlichkeiten Irène Schweizer
und Charles Clerc. An der Medienkonferenz des Vereins "warmer mai"
zeigten sie sich beeindruckt von der Fülle und unglaublichen Breite
des Programms. Charles Clerc freut sich auf einen schönen "warmen
mai" - nicht nur in meteorologischer sondern eben auch in kultureller
Hinsicht. Irène Schweizer betonte die Wichtigkeit eines solchen
Festivals für Lesben und Schwule und hofft aber auch auf ein zahlreiches
heterosexuelles Publikum. Ein besonders vielfältiges Programm erwartet im Wonnemonat die Besucherinnen und Besucher. So werden über die Auffahrtstage im "Millers Studio" unter dem Motto "Queer Cabaret" internationale Künstlerinnen und Künstler der Kleinkunst- und Kabarett-Szene auftreten. Sehr zu empfehlen ist der Auftritt von Daniel Isengart aus New York mit seiner bezaubernd androgynen Stimme. Im weiteren auftreten werden Duotica, die Gewinner des diesjährigen Sonderpreises des deutschen Kabaretts. Zusammen mit dem Zürcher Ländlerfrauen-Quartett sorgen die Schwuhplattler - eine Gruppe "plattelnder" schwuler Männer aus München für einen Queeren Heimatabend. Theaterstücke bilden einen weiteren Schwerpunkt des Festivals. Besonders zu erwähnen ist die Produktion des Epos "Gilgamesch und Enkidu" - es basiert auf der mehr als 3000 Jahre alten Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Aus Anlass der Aufführungen im Rahmen des "warmen mai" wird dem Regisseur Andreas Stadler der Network-Kulturpreis verliehen werden. Auch die Klassiker im "warmen mai" haben wieder Platz gefunden. Die Zooführungen zu Homosexualität im Tierreich der Tierärztin Miryam Schärz, "Auftritt bitte", Stadtrundgänge, ein Jassabend, etwas Wandern und Sport (Beachvolleyball!) und und und. Das gesamte Programm und die Spielzeiten der über 80 Veranstaltungen sind abrufbar unter www.warmermai.ch. Es wird empfohlen, die Möglichkeiten zu Reservation und Vorverkauf zu nutzen. Daniel Isengart Eine Hommage an das französische, deutsche und englische Chanson. Daniel Isengart (New York) interpretiert Lieder von Barbara, Grace Jones, Roy Orbison, Rainer-Werner Fassbinder und Tom Waits. Akkordeon: Anthony Lauria. Daniel Isengart, in Frankreich geboren, in Deutschland aufgewachsen und heute ein New Yorker, wird dort von der gängigen Presse als "one of the most fascinating talents of the scene, a brilliant chanteur and dazzling star" gefeiert. Das europäische Publikum verliebte sich in der "Bar jeder Vernunft" in Berlin in den ungewöhnlichen Künstler. Entfernt von jedem Klischee performt Isengart die Chansons, als hätte man diese in seine Seele geschrieben. Er ist natürlich, lasziv, prätentiös, weltgewandt, jung und wissend zugleich. 22.Mai, 20:00
Die Schlampen sind noch lange nicht müde! Seit 1998 tobt der Schlampenalarm nun schon durch die Republik Deutschland, und aus dem einstigen Geheimtipp ist längst ein kultverdächtiger Dauerbrenner geworden, der nichts an seiner Aktualität verloren hat. Nun ist das lesbisch-schwule Bühnenduo aus Köln erstmals in der Schweiz zu sehen! "Schlampenalarm"
- die unstillbare Begierde nach Gefühl 20.Mai, 20.00 h
Lange vor Bibel, Ilias und Odyssee wurde im Gebiet des heutigen Irak das Gilgamesch-Epos in Tontafeln geritzt. Die über 3000-jährigen Fragmente korrespondieren jedoch erstaunlich direkt mit dem Lebensgefühl des 21. Jahrhunderts. Die Aufführung Gilgamesch & Enkidu des in Berlin lebenden Schweizer Autors und Regisseurs Andreas Stadler zeigt die älteste schriftlich überlieferte Liebesgeschichte der Menschheit auch als Auseinandersetzung mit der Homosexualität. Unter den kraftvollen Worten steckt die berührende Autobiografie eines radikalen Menschen in seiner Auseinandersetzung um Liebe und Tod, Männlich- und Weiblichkeit, Natur und Zivilisation, wohltuend kontrastiert durch eine gehörige Portion Selbstironie und Situationskomik. Nach der Premiere in Berlin ist Gilgamesch & Enkidu ein TheaterBruchStück von Andreas Stadler nun in Dornach, Bern, St. Gallen und Zürich zu sehen. Den kurzen, aber entscheidenden Auftritt des Utnapischti wird jeweils ein Gast übernehmen - für die Premiere und drei weitere Vorstellungen hat sich bereits Georgette Dee angesagt. All dies verspricht einen aussergewöhnlichen Theaterabend, der dazu beitragen soll, den Gilgamesch-Mythos, den die meisten allenfalls vom Namen her kennen, in unser christlich eurozentrisches Weltbild zu rücken. Zürich, Rote Fabrik, Fr 28., Sa 29., So 30. Mai. Bern, Kulturhalle
Dampfzentrale, Mi 19., Do 20., Fr 21. Mai.
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