| Jenseits
von Emmen Mit «Crème Fraîche» erhält die Innerschweiz im Norden Luzerns ihre erste grosse Gay Party
Eine Stadt im Aufwind Eine Nacht an der Luzerner Why Not-Party in einem aus allen Nähten platzenden "Uferlos" spricht für sich: Die partywütige Szene wird auch in der Innerschweizer Metropole immer grösser. Längst hat man auch in den Nachbarkantonen die Vorzüge einer familiären und auf dem Boden gebliebenen Szene jenseits von Arroganz und Überheblichkeit entdeckt. Das wachsende Potential der Leuchtenstadt wollen nun die Organisatoren von Menergy nutzen, die am Samstag, den 8. Mai, mit ihrer ersten Party im Emmenbrücker Gersag-Zentrum aufwarten. Angemietet für diesen Abend wurden Räumlichkeiten für rund 600 Personen, schon jetzt aber liebäugelt man damit, im Spätsommer für eine weitere Ausgabe von "Crème Frâiche" noch einen Saal für 1000 Personen in ein Party-Eldorado zu verwandeln. Grundsätzlich möchten die Energy-Leute ihrer rahmigen Première weitere Parties folgen lassen, mit vier Events pro Jahr wäre man voll und ganz zufrieden. Downtown Emmenbrücke Mike, Silvan, Rolf, René und Claudia vom überkantonalen Organisationsteam möchten mit ihrer Sause vor allem eins: Ortsbezogene Vielfalt schaffen. "An eine Gayparty gehen ist doch geil. Man trifft andere Leute, die man noch nie gesehen hat, man hört andere DJs etc.. Man ist ja schliesslich auch nicht jeden Tag das Gleiche. Muss es denn immer Zürich sein? Luzern ist schön, seit Jahren im Aufwind und unsere Party gewissermassen eine Kulturbereicherung", so Mike zu seiner Party-Mission. Gewiss, es muss nicht immer Zürich sein. Aber ausgerechnet Emmenbrücke? Angesprochen auf den doch eher geringen Glamour-Faktor des unter anderem für Aushebungen, Jodelabende oder Bauernzmorgen verwendete Gersag-Zentrums, entgegnet Mike schlagfertig: "Wie bitte? Warten wir's ab! Das Gersag-Zentrum ist ideal gelegen, hat eine sehr gute Infrastruktur, was will man mehr? Und es heisst ja nicht, dass wir auf ewige Zeiten im Gersag schwule Parties organisieren werden. Location-Wechsel sind immer auch interessant für den Besucher und fordern die Organisatoren heraus." Eine noch ahnungslose Bevölkerung Die Wahl sei unter anderem auf die Agglo-Gemeinde gefallen, weil man Beziehungen zur Geschäftsleitung des Gersag-Zentrums gehabt hätte. In Emmenbrücke selbst scheint man von der bevorstehenden heissen Sahne nicht allzu viel mitzubekommen, zumal sich die Werbung auf die Szene beschränkt. "Wir wissen nicht, ob man in Emmenbrücke über unsere Party redet. Wir haben schliesslich nicht die halbe Stadt mit Flyern und Plakaten beglückt. Das ist ein Vorteil von Gay Parties: Man kann ganz gezielt Werbung machen, ohne die Hetis aufzuschrecken", meint Mike mit einem Augenzwinkern. Aus dem Dornröschen-Schlaf dürften die rund 30'000 Einwohner von Emmen-Emmenbrücke spätestens dann geweckt werden, wenn der Oxa-DJ Dany D und seine Ablösung DJ Groovemaster die Club-Hallen mit housigen Beats und DJ Q-Bass den zweiten Floor mit einem Disco-Inferno zum Erzittern bringen. Weitere Informationen
unter: www.menergy.ch.
Ab 5 Uhr morgens steigt in der Space-Bar in Luzern (Obergrundstrasse 17)
zudem eine After Hour. |