| Erstmals
stellen sich Frauen der "Gay"-Wahl Mitte Oktober werden gleich zwei Titel vergeben: Miss Gay und Mister Gay von Martin Ender
Die Uhren in der Hetero- und Homo-Welt ticken andersrum. Auch wenn es um Schönheits-Wahlen geht. Die Misswahlen sind seit Menschengedenken etabliert. Die Hetero-Männer freuten sich daran. Sie selber aber stellten sich den Schönheitswettbewerben erst viel später. Gutes Aussehen hatte für den Mann nicht erste Priorität. Andersrum in der schwullesbischen Welt. Da waren es die Männer, die weniger Berührungsängste hatten, sich zu präsentieren und zum schönsten Mann des Landes küren zu lassen. Die lesbische Frau hingegen hielt sich zurück. In allen Ländern der Welt, in denen Schwule offen leben können, gibt es längst Mistergay-Wahlen und -Titel. Wer nun denkt, jene Portion Eitelkeit, die nötig ist, bei einem solchen Wettbewerb mitzumachen, sei nur unter den schönen Jung-Schwulen anzutreffen, der täuscht sich. Gibt es doch bestandene Männer, die sich zum Mister Leather, Mister Bear oder Mister Fetish wählen lassen. Während die Schwulenszene also gleich mit mehreren Wahlen und Titeln auftrumpfte, gab es unter den Lesben nichts Vergleichbares. So etwas passte nicht in das lesbische Frauenbild. Die Frauen traten so nicht an die Öffentlichkeit. Eine neue Generation "Wenn ich Miss Gay werde, möchte ich für mehr Toleranz einstehen. Auch wäre ein wenig mehr Aufmerksamkeit seitens der Medien nicht schlecht, um gegen das herrschende Negativbild anzugehen." (Chantal) "Als Miss Gay möchte ich die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es wichtig ist zu lieben - egal welches Geschlecht! Andere Ziele von mir sind eine harmonierende Gesellschaft unter Lesben, Schwulen und Heteros, sowie die lesbischen Frauen dazu ermutigen, eine offene Beziehung leben zu können. Es ist mir auch ein Anliegen gerade Eltern mit der Homosexualität zu konfrontieren, um so die Suizidraten zu senken." (Giorgia) "Ich habe mich für diese Wahl angemeldet, weil ich voll und ganz hinter meiner homosexueller Neigung stehe und weil ich es schön fände, wenn die Gesellschaft noch toleranter gegenüber der Homosexualität wird - dass es nicht mehr als etwas spezielles angeschaut wird." (Karin) "Ich sehe mich als ,Brücke' zwischen der homosexuellen und heterosexuellen Welt. Die Gesellschaft muss vom Klischeedenken wegkommen. Wenn Frau zu ihrem Wesen, zu sich steht, verändert sich auch das Denken der Gesellschaft. Mit einer offenen, natürlichen Art und Weise werden wir homosexuellen Menschen ganz klar akzeptiert und respektiert. Nur so können wir etwas dazu beitragen. Also Frauen: Nehmt euren Mut zusammen und steht zu euch!" (Mirjam) Meilenstein Die Wahl und das
Fest In der Jury sitzen Persönlichkeiten aus verschiedenen Fachgebieten: Tanja Gutmann (Ex Miss Schweiz), Clifford Illey (Stylist), Elli ("Deutschland sucht den Superstar"), Stanislas Marchal ("Mister POP"), Lilian Schaufelberger und Philippe Trinchan (Co-Präsidium der Kampagne "Ja zum Partnerschaftsgesetz"). Per SMS kann das Publikum mitbestimmen, wer die Gay-Community im nächsten Jahr vertreten darf.
Nach der Show verwandelt sich das Kongresshaus in eine heisse Partylocation. Die DJ's Urs Diethelm & Ralf Grieco sowie DJ Massivan (Ibiza) werden im Mainfloor auflegen, Mahara McKay mit G-Sax in der Lounge.
Karin Eschmann Chantal Genoud Giorgia Thomann Mirjam Weber
Gil Da Silva Costa Rolando Fusco Sven Müller Stevie Ruppanner Jaswan Jeremy Ziegler
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