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Petra
kehrt zurück
Die Rückkehr
ins T&M und ein Fest mit Hochzeitstorte
Von Martin Ender
Peter Williner,
bekannt als "Petra", kehrt ins T&M zurück. Die fünf
Jahre auf der "Habsburg" haben ihm die Erfahrung des selbständigen
Gastronomen eingebracht, die er nun als Mitinhaber des T&M gut gebrauchen
kann. Die Rückkehr zur "alten Liebe" ist auf den 28. Januar
05 angesetzt.
"Petra"
ist den Gästen des T&M ein Begriff. Zumindest jenen, die seit
mehr als vier Jahren in diesem Zürcher Gay-Club verkehren. Dass "Petra"
Peter Williner heisst, wussten wohl die Wenigsten. Ob er oder sie, je
nach Lust und Laune mal im Glitzerkleid, mal im männlichen Dress
hinter der Bar im T&M Club stand, es war immer einfach "Petra".
Erfolgreich in
der Habsburg
Vor vier Jahren ergab sich für Peter Williner die Chance, etwas Eigenes
zu machen. Er wagte die Selbständigkeit und eröffnete zusammen
mit Fredy Pfister das Speiserestaurant Habsburg in Zürich-Wiedikon.
Die Gästeschar war ein angenehmer Mix aus Zürcher Geschäftsleuten
und natürlich aus treuen Bargästen aus "Petras" Vergangenheit.
Von Anfang an war die Habsburg erfolgreich. In gemütlicher Atmosphäre
konnte man zu vernünftigen Preisen hervorragend speisen. Die Kochkünste
von Fredy Pfister wurden zum Geheimtipp. Fredy in der Küche und Peter
an der Front, das schien die ideale Besetzung zu sein.
Nicht mehr glücklich
Doch ein Teil des idealen Teams war mit der Zeit nicht so glücklich
wie es schien: "Mir fehlte mehr und mehr die Nachtclubstimmung"
gesteht Petra. "Das farbige T&M, wo die Nacht zum Tag wird, wo
sich Schlampen, Kavaliere, Künstler, Drag Queens und die bunte breite
Gayszene ein Stelldichein geben - das brauche ich, das ist ein Teil von
mir. Nicht umsonst bin ich an so manchen Wochenenden nach der Arbeit ins
Haus an der Marktgasse gerannt." Früh aufstehen sei schon gar
nicht sein Ding, meint Peter. Aber das gehörte in der Habsburg dazu.
Es wurden ja auch Mittagessen serviert. "Meine Arbeit war längst
nicht getan, nur mit Gäste bedienen an der Front. Da gibt's täglich
einiges anderes zu erledigen bis man die Tür für die Gäste
öffnen kann. Selbständig sein ist kein Schleck." Doch Peter
will nicht nur jammern.
Gefestigte Position
Die Zeit in der Habsburg hat sich auch gelohnt. "Immerhin komme ich
nicht als einfache Bardame wie früher zurück ins T&M. Ich
bin ab 2005 auch Mitbesitzer der "T&M Unterhaltungsbetriebe",
erklärt Petra stolz. Die heutigen Besitzer wollen schrittweise ihre
Anteile abtreten in der Meinung, dass nach gut 17 Jahren ein frischer
Wind notwendig sei. Das neue Teilhaberteam wird täglich an der Front
bei den Gästen sein und so den Puls des Lokals fühlen können.
"Ich freue mich, wieder wie früher Zeit zu haben für meine
Gäste, je nach Stimmung mal im Damenschuh oder in normalen Turnschuhen
zu arbeiten. Mal auf die Bühne zu hüpfen und ein Showflash zu
machen. Ich will am Morgen wieder ausschlafen können. So bin ich
am Abend bestens gelaunt und kann meinen Gästen zuhören, wenn
sie nach dem zweiten oder dritten Whisky ihr Herz ausschütten wollen."
Bald gibt's die
Flitterwochen
Alles in allem sei die Habsburg gemeinsam mit Fredy eine lehrreiche und
wichtige Zeit gewesen. Wichtig, weil er dadurch erfahren habe, was er
wolle und was nicht. "Was ich wirklich will, ist, allem andern voran,
meinen Mann und Lebenspartner" sagt er lachend. "Ich habe ihn
in der Habsburg-Zeit kennengelernt und ich werde ihn heiraten." Aus
diesem Grunde gibt's im T&M am 6. Januar ein Riesenfest. Bis 21.30h
soll es im engeren Kreis stattfinden. Danach feiert die ganze Gayszene
mit. Es ist eine Gayhochzeit geplant, wie es sich gehört. Mit Hochzeitstorte,
Show-flash und natürlich Disco. "Petra" und Gatte lassen
sich bereits die Kleider nach Mass fertigen. "Wer mich im weissen
Brautkleid sehen will, bitte, an diesem Abend ist es möglich. Und
ich werde meinen Brautstrauss in die Menge werfen. Wer also demnächst
auch heiraten will, soll unbedingt vorbeikommen."
Direkt nach dem Fest geht es in die Flitterwochen. Am 28. Januar ist dann
Arbeitsbeginn für "Petra" im T&M. Zusammen mit Simon
vom Paragonya wird ein Showflash geboten, anlässlich der "LOLIPOP
Party". Dann soll das neue Dart-Gerät eingeweiht werden. Dazu
Petra: "Früher gab's immer ein Dart-Gerät im Haus. Das
fördert das Kennenlernen, und gerade Gäste vor Mitternacht kommen
nicht nur zum Tanzen. Die wollen andere Geselligkeit."
Eine Internetlösung
der
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