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Ergebnisse der Umfrage
Gaysurvey04 Das Nachlassen im
Präventionsverhalten, das sich ab Mitte der 90er Jahre abgezeichnet
hat, ist bei den Männern, die Sex mit Männern haben, weiterhin
zu beobachten, vor allem bei Gelegenheitskontakten. Dieser Rückgang
geht einher mit einer Zunahme der potenziellen Risikoaussetzung. Die Ergebnisse
der Umfrage sprechen für die Weiterführung einer intensiven
Präventionsarbeit bei diesem Segment der Bevölkerung. Soziodemografische Merkmale Die soziodemografischen
Merkmale derjenigen, die den Papier-Fragebogen beantworteten, haben sich
im Laufe der Zeit kaum verändert. Es handelt sich um eine vorwiegend
städtische Bevölkerung (ca. 50% der Antwortenden wohnen in einer
Stadt mit über 100000 Einwohnern), die einen hohen Bildungsgrad aufweist,
wobei die meisten alleine Merkmale des Sexuallebens Bei den Personen, die den Papier-Fragebogen beantworteten, sind die Merkmale hinsichtlich des Sexuallebens mehrheitlich gleich geblieben. Über 90% geben an, sie seien ausschliesslich homosexuell orientiert. Was das Beziehungsleben betrifft. So hatten rund drei Viertel der Antwortenden in den 12 Monaten vor der Umfrage einen festen Partner. Etwas weniger als jede zweite Paarbeziehung ist im Schnitt offen für andere Sexualpartner. Diese freie Paarbeziehung kommt bei den unter 30-Jährigen seltener vor (rund ein Drittel der festen Beziehungen) als bei den älteren (etwa die Hälfte); je länger die feste Beziehungen dauert, desto häufiger ist diese offene Form anzutreffen. Im Schnitt hatten etwas weniger als 80% der Antwortenden in den vergangenen 12 Monaten Gelegenheitspartner: im Jahr 2004 hatten 71% der unter 30-Jährigen und 78% der Älteren solche Kontakte. Der Mittelwert der Sexualpartner (in den vergangenen 12 Monaten) ist deutlich gestiegen: von 5 im Jahr 1994 auf 7 im Jahr 2004. Besonders augenfällig ist diese Zunahme bei den Antwortenden von 30 und mehr Jahren (6 Partner im Jahr 1994; 8 Partner im Jahr 2004), während bei den unter 30-Jährigen die Partnerzahl relativ stabil geblieben ist (5 Partner). Zwischen 2000 und 2004 ist zudem eine Erhöhung des Medians der Anzahl Partner, mit denen die Antwortenden von 30 oder mehr Jahren Analverkehr praktiziert haben, zu verzeichnen. Bei der ´Internet-Stichprobe´ ergeben die Merkmale des Sexuallebens ein anderes Bild. Von den Antwortenden geben mehr Personen an, sie seien bisexuell (15%) oder waren in den vergangenen 12 Monaten nicht sexuell aktiv (4%). Niedriger ist in dieser Auswahl hingegen der Anteil derjenigen, die in den vergangenen 12 Monaten einen festen Partner hatten. Konfrontation mit HIV/Aids und der Prävention Eine Mehrheit der
Befragten sagt aus, in ihrem Umfeld mindestens eine Person zu kennen,
die mit HIV/Aids lebt oder an den Folgen der Krankheit gestorben ist.
Dieser Anteil ist zwischen 1987 und 1997 stetig angewachsen (von 59% auf
78%), dann in den Jahren 2000 (75%) und 2004 (70%) leicht gesunken. Er
ist bei den unter 30-Jährigen weniger hoch (57%) als bei der älteren
Altersgruppe (77%). Bei den Internet-Teilnehmern waren deutlich weniger
Antwortende (43%) in ihrem Umfeld mit der Krankheit konfrontiert (unter
30 Jahre: 32%; über 30 Jahre: 56%).
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