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schmaz am Berg Von Kurt Büchler Der schmaz, schwuler männerchor zürich, steht mit seiner siebten abendfüllenden Eigenproduktion «am Berg». Die musikalische Leitung liegt bei Karl Scheuber, Franziskus Abgottspon führt Regie und Muriel Bader ist für die Choreografie verantwortlich. An einem Abend in den Bergen. Die Alphütte füllt sich. Die Männer singen Lieder vor dem Schlafengehen, vor allem schweizerische. Fern der vertrauten Grossstadt entwickeln sich in der Berghütte unvorhersehbare Emotionen. Störsender unterbrechen die Idylle. Der Musikbogen, der zu hören sein wird, reicht von Heinrich Isaaks Renaissance über Gershwin und Weill bis zu Lion King und Hardy Hepp. Die Nachtwache wird mit Schumann zelebriert und sogar der Männerchor de Steffisbourg meldet sich aus der Versenkung zurück. Schon geht die Sonne auf. Die Männer brechen auf, und die Bergschuhe werden angezogen. Die Reise geht wieder ins Tal zurück. Warum Schmaz am Berg?
Steht der schwule Männerchor vor einem Hindernis? Drohen ihm schwarze
Gewitterwolken? Das Programm heisst so, weil es in den Schweizer Bergen
angesiedelt ist. «Aber natürlich fühlen wir Sänger
uns manchmal auch ein wenig am Berg, wenn wir noch sooo viel
proben müssen und nur noch sooo wenig Zeit bis zum Konzert vorhanden
ist. Aber unser Dirigent Karl hat uns bisher noch immer fadegrad
ans Ziel geführt, und so wird es (hoffentlich) auch dieses Mal sein»,
sagt Urs aus dem Team der Produktionsleitung. Im Vorstand wurde vor zwei
Jahren ein Brainstorming durchgeführt zum Thema der nächsten
«grossen Kiste». Anfänglich hiess das Programm noch «schmaz
am Feuer»: Lagerfeuer und Feuer der Liebe! Das hat sich dann aber
zum «Berg» entwickelt, wo ja auch Feuer jeglicher Art lodern
können. Wie ist es denn für
Franziskus, einem erfahrenen Regisseur, mit schwulen Männern ein
Programm einzustudieren? «Im Verlaufe meiner über 40-jährigen
künstlerischen Aktivitäten habe ich mich nie darum gekümmert,
welche sexuellen Neigungen oder Veranlagungen die Mitwirkenden haben.
Wichtig waren und sind für mich ihr fachliches Können und ihr
Engagement für das Projekt. Und da im vorliegenden Fall laut meiner
Einschätzung beim Schmaz beides in hohem Masse vorhanden ist, ist
diese Zusammenarbeit für mich höchst angenehm - und ich bin
gespannt auf das Ergebnis!»
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