Party-Marathon in der Innerschweiz
Luzern erlebt mit dem «Lucerne Gay Weekend» einen zweiten schwullesbischen Sommer

Vor rund einem Jahr sorgte die Pride 05 in Luzern für Aufwind in der Innerschweizer Gay Community. Das «Lucerne Gay Weekend» soll die Ausstrahlung der erfolgreichen Parade in diesen Sommer hinein verlängern. Vom 21. bis zum 23. Juli laden «Frigay Night», «Menergy» und die HALU zu einem schwullesbischen Sommervergnügen an den Vierwaldstättersee.

Zusammenarbeit im Trio
Eigentlich wollte der Party-Veranstal-ter Mike Hodel (Cruiser berichtete) mit seiner «Menergy»-Party die obligate Sommerpause einlegen. Als der Geschäftsführer des Adagio-Clubs ihm indes ausgerechnet einen Samstagabend nach der «Frigay Night» im Loft-Club eine zusätzliche schwule Party-Nacht anbot, kam dem initiativen Party-Macher Hodel die zündende Idee: Eine Zusammenarbeit mit den Machern von «Frigay Night» für ein schwules Party-Wochenende in der Leuchtenstadt. Schliesslich gesellte sich zu diesem Zweigespann auch noch die Homosexuelle Arbeitsgruppe Luzern (HALU).

Ein dicht gedrängtes Programm
Das Ergebnis von Hodels Bemühungen ist eine dicht gedrängte schwullesbische Party-Agenda, welche die Leuchtenstadt selten gesehen hat. Das «Lucerne Gay Weekend» startet am Freitagbend mit der beliebten «Frigay Night» im «The Loft» Club, zu der das Publikum mittlerweile aus der ganzen Schweiz angefahren kommt. Am Samstagabend geht dann im Club «Adagio» die etwas herbere «Menergy» mit dem Motto «Let’s go to the beach» auf 20 Tonnen Sand über die Bühne. Danach lädt die HALU zu einer Afterhour im kleineren Kreis ins gemütliche «Uferlos». Am Sonntagnachmittag schliesslich ruft die HALU zum Entkatern und Entspannen, bei schönem Wetter in die «Ufschötti», einer Badewiese am See, bei schlechtem Wetter wieder ins Uferlos zu Kaffee und Kuchen.

Kein Konkurrenzkampf
Für alle drei Parties wird am Freitagabend an der Abendkasse im «The Loft» Club ein Kombiticket zum Preis von 25 Franken verkauft. Die Hotels Flora und Rothaus bieten zudem zu einem Spezialpreis Übernachtungen für jene auswärtigen Wochenend-Besucher an, die sich den Luzerner Party-Marathon nicht entgehen lassen wollen. Angesprochen auf das dichtgedrängte Programm und die Kondition der Party-Wütigen gibt sich Mike Hodel optimistisch: «Wir können natürlich nicht wissen, ob unser Wochenend-Konzept aufgeht, hoffen es aber. Zudem ziehen ‚Frigay Night’ und ‚Menergy’ nicht unbedingt das gleiche Publikum an. Wir wollen keinen Konkurrenzkampf, sondern nehmen Rücksicht aufeinander. In der kleinen Luzerner Szenelandschaft ist das auch gar nicht anders möglich.»

Präsenz markieren
Für Mike Hodel hatte die letztjährige Pride für die Innerschweiz Signalwirkung: «Ich finde es wichtig, dass immer wieder etwas läuft. Man muss aufpassen, dass man nicht wie in den USA plötzlich von einer Gegenbewegung überrollt wird, sondern dass man das Erreichte verteidigt und ausbaut. Unser Wochenende ist wichtig, da es Präsenz markiert.» Das Lucerne Gay Weekend sieht Hodel darüber hinaus als Chance für alle Nicht-Luzerner, den Charme der Leuchtenstadt zu entdecken. Für diesen Zweck wurde auf dem Party-Flyer ein kleiner
Stadtführer mit Tipps und Infos für den Erkundungstripp zusammengestellt. Jetzt gilt es nur noch, die Badehose einzupacken und sich rechtzeitig nach Luzern einzuschiffen!

Weitere Infos, Party-Details und Hotelbuchungen unter:
www.frigaynight.ch,
www.menergy.ch
und www.halu-luzern.ch



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