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Europride 2009 in Zürich
Dieser
Festtag der Europäischen Community wird zum ersten Mal in der Schweiz
durchgeführt
Von Martin Ender
Der Europride 2009
wird in Zürich stattfinden. Das hat die Vereinigung europäischer
CSD-Veranstalter auf ihrer Jahreskonferenz am 8. Oktober in Madrid beschlossen.
Zürich hat sich dabei gegen die Konkurrenz aus Mannheim und Tel Aviv
durchgesetzt.
Die Organisatoren des CSD Zürich rechnen, mit Blick auf die bisher
durchgeführten EuroPrides und aufgrund eigener Erfahrungen, mit rund
80000 Besucherinnen und Besuchern über einen Zeitraum von einem
Monat.
Die Bewerbung
Der Europride wird nicht einfach in einem Turnus an europäische Städte
vergeben. Wie bei den Olympischen Spielen muss ein Ort kandidieren und
ein von der EPOA (European Pride Organizers Association) festgelegtes
Bewerbungsprozedere durchlaufen: Als Erstes erfolgt ein Brief an die Organisation
mit der Interessensbekundung, darauf erhält man eine Frist, innert
der ein Bewerbungsdossier eingereicht werden muss. Anhand dieses Dossiers
entscheidet die EPOA, wer zur Präsentation zugelassen wird. Die Zugelassenen
müssen das Angebot vor der Generalversammlung der EPOA vortragen.
Für den Europride 09 waren dies Mannheim, Tel Aviv und Zürich.
Bestechendes Angebot
Dass Zürich als Sieger hervorging, interpretierte Mark Chapman, Präsentator
der Zürcher Bewerbung in Madrid, gegenüber dem Cruiser folgendermassen:
«Wir sind in Zürich in der glücklichen Lage, dass wir
einen eingeführten schwullesbischen Kulturmonat haben (Warmer Mai)
und ein schwullesbisches Filmfestival wie «Pink Apple». Wir
haben den CSD, wir haben Gaysport usw. Wenn wir das alles zusammenführen,
entsteht ein Riesenangebot, das besticht. Das haben wir versucht, so aufzuzeigen.
Das hat sicher den Ausschlag für Zürich gegeben.»
Die Vorarbeit
Auf die Frage, wie denn die Idee für einen Zürcher Europride
zustande kam, meint Chapman: «Wer die Idee dazu hatte, weiss ich
nicht genau. Alles begann an einer Generalversammlung des Vereins CSD.
Es wurde ein Antrag an den Vorstand gestellt, der Verein CSD solle sich
um den Europride in Zürich bemühen (da war ich persönlich
noch nicht im Vorstand). Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen,
Christian Fuster und Dani Buchs waren dabei und Patrick Hadi Huber. Sie
hatten die Grundvorarbeit geleistet. Sie haben den Pass vorbereitet und
ich durfte nun mit Maria del Carmen Maget zusammen in Madrid das Goal
schiessen.»
Ein gesamtschweizerischer
Anlass
Der Euorpride soll sich mindestens über vier Wochen erstrecken. Es
gibt natürlich eine Kulmination in der eigentlichen Parade. Das wird
das letzte Wochenende sein.
Chapman betont: «Der Europride findet zwar in Zürich statt,
aber es wird ein Schweizer Anlass werden. Da legen wir sehr viel Wert
drauf, dass wir auch andere Regionen der Schweiz miteinbeziehen und motivieren
können, mitzumachen. Der Anlass muss eine nationale Ausstrahlung
bekommen.» Und weiter «Zürich ist ja nicht ganz falsch.
Der grösste Teil der Community ist nun mal hier angesiedelt und er
trägt den CSD ja auch jedes Mal mit.»
Breite Unterstützung
Die Parade des Europride wird am ersten oder zweiten Juniwochenende stattfinden.
Um den Grossanlass professionell planen und durchführen zu können,
übergibt der bisher federführende Verein CSD den Stab. Es wird
ein eigener Trägerverein gegründet, der sich ausschliesslich
um die Organisation der EuroPride 2009 kümmern wird. Städtische
Behörden, die Tourismus-Organisationen und eine Reihe lesbischwuler
Vereine und Organisationen haben bereits ihre Unterstützung und Zusammenarbeit
angekündigt, damit das, wie die NZZ titelte, «Fest für
Homosexuelle aus ganz Europa» ein unvergessliches Fest wird.
Eine Internetlösung
der
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