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Europäer des
Jahres 2007 Von Kurt Büchler Ruedi Lüthy war über 20 Jahre Professor an der Uni Zürich, einer der ersten Schweizer Aids-Spezialisten und Gründer und Leiter des Zürcher Lighthouse. Er ging nach Simbabwe und gründete dort eine Aids-Klinik. Das Magazin Readers Digest zeichnete ihn nun als «Europäer des Jahres 2007» aus. Seit 1996 wählen die Chefredaktoren der 20 europäischen Ausgaben von Readers Digest Persönlichkeiten, die am besten die Traditionen und Werte Europas verkörpern, zum «Europäer des Jahres». Der Schweizer Professor ist der zwölfte Träger dieser Auszeichnung. Am 18. Januar wurde Professor Lüthy die mit 10000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung im Rahmen einer Feier in Zürich übergeben. Die Laudatio hielt die Schweizerische Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. Ruedi Lüthy ist der erste Schweizer, der die Auszeichnung erhielt. Anlässlich der Aidskonferenz 2000 im südafrikanischen Durban diskutierten die Experten darüber, dass 25 Millionen Afrikaner mit dem HI-Virus infiziert waren. Ruedi Lüthy entschied sich zu helfen, fasste Pläne für den Bau einer Klinik in Harare und gründete die Stiftung Swiss Aids Care International (SACI). Seit der Eröffnung der Klinik 2004 hat er dort mehr als 1300 Aidskranke behandelt und sie mit lebensrettenden Medikamenten versorgt. Er finanziert den Betrieb aus Spenden und arbeitet selbst ehrenamtlich. In den nächsten Jahren will er rund um Harare weitere Kliniken einrichten und schon 2007 mindestens 2000 Patienten behandeln. Die Überlebens-Quote macht ihm dabei stets neuen Mut, denn 19 von 20 Patienten können dank seiner Therapie weiterleben. Vor allem die Frauen sind ihm wichtig: «Wenn wir eine Mutter behandeln, kann sie ihre Kinder aufziehen, denn der Kampf gegen Aids ist eine Generationenaufgabe. Ich freue mich, wenn schwache, gebrechliche Menschen nach zwei oder drei Monaten Behandlung ganz anders aussehen, wenn sie in die Klinik kommen. Das entschädigt für vieles.» Cruiser: Professor
Ruedi Lüthy, Sie sind Europäer des Jahres 2007. Auch der Cruiser
gratuliert Ihnen ganz herzlich. Wie fühlen Sie sich? Wie geht es in
Harare? Wir wissen, dass
die politische Situation es nicht ganz einfach macht, in Simbabwe zu arbeiten.
Welches sind die grössten Schwierigkeiten, die Sie überwinden
müssen? Wie gross ist heute
das Team der lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Das sind ja unglaublich
wenig Personen, die eine riesige Leistung erbringen. Wie wichtig ist dabei
die Stiftung Swiss Aids Care International, SACI? Wie lange werden
Sie in Harare weiter machen? Herzlichen Dank für das Interview
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