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Tapetenwechsel mit Andrin Schweizer Im Mai beginnt die zweite Sendestaffel, in der Einrichtungsträume wahr werden. Was das Schweizer Fernsehen auf SFzwei mit «Tapetenwechsel» bringt, ist als TV-Format nicht neu. Doch im Gegensatz zu den deutschen Formaten bringen die Leute, welche die Sendung präsentieren, eigenhändig die Ideen zum schöner Wohnen ein. Das wirkt glaubhaft. Mit Andrin Schweizer, dem «innenarchitektonischen Gewissen der Sendung», sprach Branko B. Gabriel. Andrin, was hast du heute so gemacht? Heute hatte ich, wie fast jeden Tag im Moment, Dreharbeiten für die neue Staffel von «Tapetenwechsel». Was im Fernsehen ja immer so leicht und locker aussieht, ist in Wirklichkeit sehr, sehr viel Arbeit. Vor, aber vor allem hinter der Kamera. Eine ganze Wohnung umbauen und neu einrichten lässt sich nicht so nebenher machen. Das ist während der Produktionszeit ein Fulltime-Job. Du wurdest ja immer als Mitbringsel von Aeschbi abgestempelt und standest in seinem Schatten. Felix (erste Gay Lifestyle-Sendung in der Schweiz) half dir da ja auch nicht weiter Wie hast du dich dabei gefühlt? Wenn man sich in einen Menschen wie Kurt Aeschbacher verliebt und mit ihm eine Beziehung eingeht, dann weiss man ja schon vorher, worauf man sich einlässt. Natürlich gab es ab und zu Momente, in denen ich ein wenig mehr als eigenständiger Mensch wahrgenommen werden wollte. Aber ein wirkliches Problem war das für mich nie. Und diese Beziehung liegt ja schon über sechs Jahre zurück. Wir sind seit dem Freunde geblieben, die sowohl beruflich als auch privat sehr viel verbindet. Du bist ja seit 1998 ein anerkannter und erfolgreicher Architekt und bietest deine Dienste in den Bereichen Bühnenbild, Innenarchitektur, Architektur an. Wofür schlägt dein Herz am meisten Worin liegt deine Passion? Studiert habe ich Architektur, aber in den letzten Jahren ist die Innenarchitektur zu einer grossen Leidenschaft geworden. Ich liebe es, «in sich stimmige Welten» zu schaffen und auch noch bei Details wie der Bettwäsche und den Vorhängen mitreden zu können. Hotels, Läden oder Restaurants sind da ein ideales Betätigungsfeld. Was ist dein nächstes Projekt? Oder, besser gesagt, dein Traumprojekt? Meine beiden aktuellen Projekte sind absolute Traumprojekte. Es sind beides Umbauten von alten Häusern. Das eine ist ein Berghotel aus den dreissiger Jahren, das wir innen-architektonisch wieder auf Vordermann bringen. Das andere ein Neogotisches Schloss, das wir für eine adlige Privatfamilie umbauen. Was uns brennend interessiert: Man sieht dich fast immer mit Yves Schifferle läuft da was oder bist du schon anderweitig vergeben? Yves ist seit bald zehn Jahren ein wirklich guter Freund. Aber da war nie wirklich was und wird nie was sein! Yves ist übrigens seit über einem Jahr in sehr festen Händen (gut gekonntert oder die halbe Frage überhört?). Themawechsel: Tapetenwechsel. Im Mai startet auf SFzwei die zweite Staffel von Tapetenwechsel. Mit was für Gefühlen gehts in die nächste Runde und wie kommst du mit Kritik klar? Wir freuen uns natürlich alle sehr auf die zweite Staffel von «Tapetenwechsel». Für Tatjana, Susanne und mich ist es eine Bestätigung, dass das Format ankommt. Wenn man beruflich etwas macht, das öffentlich wahrgenommen wird, ist Kritik ein völlig normaler Teil der Arbeit. Davon darf man sich nicht einschüchtern lassen. Was unterscheidet deine Sendung von anderen gängigen Formaten wie solche etwa in Deutschland? Auf was dürfen wir uns besonders freuen? «Tapetenwechsel» ist im Grunde genommen ein klassisches Umbau-Format,
wie es sie schon seit vielen Jahren auf der ganzen Welt gibt. Was uns
von den meisten deutschen Sendungen unterscheidet, ist die Tatsache, dass
die, die vor der Kamera stehen, die Entwürfe und Umbauten auch wirklich
selber machen. In der Öffentlichkeit bekommt man sehr wenig von dir mit. Wie unterscheidet sich der öffentliche Andrin vom privaten? Es gibt keinen privaten und keinen öffentlichen Andrin. Ich bin nur eine Person. Ich halte so rein gar nichts von bewusster Image-Pflege für die Öffentlichkeit. Ich bin wie ich bin! fertig. Wie du weisst, warst du auch auf der Promi-Liste von gay.ch Ich bin da ja das glänzende Schlusslicht. Nimmst du solche Ratings ernst oder gehen sie dir am Arsch vorbei? Ich habe erst durch Freunde von diesem Rating erfahren. Ich finde so was lustig und lese das auch gern. Aber völlig unabhängig davon, ob man da selber gut oder nicht so gut abschneidet (Andrin rangiert auf Platz 12). Für den Cruiser betreue ich das Ressort Lifestyle. Wie gefällt
dir das neue Layout? Zum Schluss noch einen kleinen Tipp für unsere Leser. Was ist das absolute «Must Have» der Saison? Wenn der Sommer so bleibt, wie er angefangen hat: kurze Hosen und Flip-Flops.
Ich freue mich auf all die netten Männer-Beine...
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