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Fabio: Das schwule Murmeli in «Ewigi Liebi»
Interwiev mit Fabio Romano
Fabio, wer bist du?
Ich bin Fabio Romano, bin offen für alles. Ich finde alles spannend. Ich habe Elektriker gelernt, dann soziokultureller Animator mit Tätigkeit in der Jugend- und Drogenarbeit. Ich mache jedes Jahr das Radio Wipkingen. Ja, und dann kam ich zum Theater und zum Musical.
Du hast ja schon früh die Musik entdeckt.
Stimmt, mit elf Jahren habe ich begonnen, klassische Guitarre zu spielen und mit sechzehn habe ich bei der Tamuté-Company Unterricht in Jazztanz und Rock‚n’Roll genommen. Dabei entdeckte ich meine Leidenschaft für die Bühne. Zusätzlich bilde ich mich seit einiger Zeit in Gesang weiter aus, bei Matthias Toggenburger.
Zwischen Elektriker und Radio gibt es schon fast einen Zusammenhang...
(lacht) ... könnte man so sehen. Beim Radio Wipkingen bin ich Sprecher, Macher und auch für die Werbung verantwortlich – jedes Jahr für einen Monat.
Und beim Theater?
Ich begann als Schauspieler und fühle mich sehr wohl (lacht). Ich schaffte es als zweite Besetzung in «Melissa». Da lernte ich auch den Autor und Musiker Roman Riklin kennen. Beim Vorsprechen oder Vorsingen bin ich eher zurückhaltend, ja fast scheu. Privat bin ich immer für Spässe aufgelegt, wäre also geradezu prädestiniert für eine Slapstick-Rolle und (überlegt) hätte schon Lust, mal einen Clown zu spielen.
Worauf wartest du?
(strahlt über das ganze Gesicht) Auf das entsprechende Angebot! Doch zurück zum Theater. Ich spielte im Kindermusical «Alfonso di Monsa» von Roman Riklin, machte dann mit ihm zusammen auch «Manege frei für Mircolino». Bald kam «Hanf im Glück», produziert von Dominik Flaschka im Bernhard Theater, anschliessend «Twist of Time», «Space Dream» und dann durfte ich das Publikum als Unterhaltungsroboter Chess in «Space Dream Saga II» begeistern. Ja, und zuletzt war ich mit «Pippi im Taka Tuka Land» auf Tournee.
Und nun bist du im Musical «Ewigi Liebi» ein schwules Murmeli.
(lacht) Ja, ganz in Pink. Und den Zuschauern scheint es zu gefallen. Und ich bin auch Beizer...
Ist denn das nicht schwierig, eine schwule Figur auf der Bühne darzustellen?
Warum soll das schwierig sein? Es ist ja auch nicht schwierig, einen jungen Mann oder einen alten Mann oder für eine Frau, eine konservative Frau oder eine Dirne zu spielen? Das sind ja alles Rollen, in die Mann und Frau hineinschlüpft.
Wie geht’s weiter?
Also, erst mal ist «Ewigi Liebi» in die Verlängerung gegangen. Wir spielen bis anfangs 2008. Dann sehe ich weiter. Vielleicht gibt es mal eine Rolle im Film, im Fernsehen. Ich finde es absolut lässig, von der Kamera «angeschaut» zu werden... (grinst). Ich mache auch gerne Werbespots und möglicherweise habe ich einen Auftritt bei der Euro 08.
Und was sagst du zu Zürich?
Ich liebe Zürich. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, als Sohn italienischer Einwanderer. Meine Eltern sind aber wieder nach Italien gegangen. Schade, denn ich hätte mir gut vorstellen können, mit meiner Mutter mal ein kleines Restaurant zu eröffnen. Sie am Herd, denn sie kocht sehr gut.
Da haben wir etwas verpasst.
Ja, tatsächlich. Aber in Wipkingen gibt es so ein kleines Restaurant, wie ich es mir vorgestellt habe, das Grotto Riccardo. Es ist sehr klein, hat eine Bar und man isst da die stadtbekannt herrliche Minestrone.
Fabio, wir wünschen dir viel Erfolg.
Fabio ist bis anfangs Jahr in der Maag MusicHall in Zürich in «Ewigi Liebi» zu sehen
Von Kurt Büchler
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