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«Jim», mit Jim auf eigenständigen Werbe-Wegen
Die Jim-Macher wollen die Party nicht neu erfinden, mit der Wahl von Location und Werbebotschaft aber deren Richtung festlegen.
Seit letztem Mai gibt es am Zürcher Partyhimmel ein neues Label namens Jim. In kürzester Zeit hat sich diese Party zum Hotspot der Gay-community gemausert. Das Model Jim auf dem Flyer und im Inserat lockt Zürcher und zudem immer mehr auch ausländische Gäste an.
Wer steht hinter diesem Event, wer sind die Macher? Cruiser hat sich mit Aytu, der neben Peter von Ah die Jim Events schmeisst, unterhalten und wollte auch wissen, wie sich die ganze Partyszene in den letzten Jahren verändert hat.
Cruiser: Hallo Jim, nein natürlich Aytu, am 22. Dezember steigt die nächste Jim Party im Festsaal des Zürcher Kaufleuten. Was sind die Highlights?
Aytu: Die Highlights sind sicher das Line-Up und die Musik. Es beehrt uns DJ Maringo, ein fantastischer DJ vom GMF Berlin, dann ist unsere Entdeckung von Lausanne wieder mit dabei, DJ Laurent Charbon, der uns bereits an den vorgängigen Parties sein Talent bewiesen hat. Last, but not least wird unsere bezaubernde, eigenwillige Deesee die Lounge einheizen.
Euer Label gibt es seit Mai 07. Was ist eure Motivation?
Die Motivation ist die Party! Im Grunde unsere Besucher, unsere Freunde und alle Mitarbeitenden. Der Fun vor der Party und der danach.
Was bietet ihr dem Partygänger, was andere Veranstalter nicht haben?
Ich frage mich immer wieder, was man mit so einer Frage bezwecken will? (lacht) Nein, Ich denke mir, jede Party verfolgt ein Konzept, unseres ist einfach. Wir wollen, dass Zürich zu den Städten gehört, die für Gays was bietet, für Einheimische und für Touristen. Wir können Parties nicht neu erfinden, aber der unsrigen eine Richtung geben, sei dies durch den Musikstil, die DJs, die wir auswählen, die Deko oder unsere Flyer und Inserate.
An Erfahrung mangelt es dir nicht, dich kennt man in der Szene, du hast ja offenbar auch bei anderen Partylabels deine Finger im Spiel, sprich, ziehst im Hintergrund die Fäden?
Wenn du meinst (lacht). Nein, das stimmt schon. Ich habe einige Partylabels unter mir, oder besser gesagt unterstütze ich sie. Ich helfe, wo ich helfen kann. Ich höre gerne zu, wenn jemand einen Vorschlag hat und setze es dann auch gerne mit meinen Freunden und Partnern um, was eigentlich sehr viel Spass macht.
Dann wollen wir doch mal Klartext reden, damit es bei unseren Lesern keine Missverständnisse gibt! Welches sind konkret deine Labels?
Ich glaub, diejenigen, die mich kennen, wissen, wo ich überall mithelfe. Diejenigen, die mich nicht kennen, geniessen die Party sicherlich auch, ohne zu wissen, wer die Party organisiert hat. Ich bin der Meinung, es tut nichts zur Sache, zu wissen, wer der Organisator ist; viel wichtiger ist, dass überhaupt Parties organisiert werden.
Wie gehst du mit Kritik und Konkurrenz um?
Konkurrenzempfinden gibt es bei uns nicht. Im Gegenteil, ich finde es gut, mit anderen Partylabels zusammenzuarbeiten, zu hören, was sie über die Parties denken, die wir organisieren, auch an ihre Parties zu gehen und sie bei uns zu begrüssen.
Wie siehst du die Zürcher Partyszene in der Zukunft?
Zürich ist eine attraktive Stadt und zählt zu den Favoriten in der Partyszene in Europa. Ich beziehe mich jetzt natürlich nicht alleine auf die Schwulenszene, sondern spreche allgemein von der Partyszene. In der Gayszene fehlt es noch ein wenig an beständigen Clubs, aber ich bin zuversichtlich, dass neue Clubs aufgehen werden. Zudem hat Zürich durch den starken Eurokurs eine andere Bedeutung für Touristen bekommen. Es fällt mir vor allem an den Jim-Parties auf, dass wir immer mehr Gäste aus dem Ausland haben, Zürich ist nicht mehr unerschwinglich.
Wie sieht deine Zukunft aus? Was sind deine Pläne?
Zuerst schliesse ich mein Studium in Psychologie ab. Danach schau ich weiter.
Was dürfen wir im kommenden Jahr von den Jim-Parties erwarten. Auf was dürfen wir uns besonders freuen?
Wir haben einige Ideen, die wir im 2008 sicherlich auch umsetzen werden. Jedoch freuen wir uns zuerst mal auf die X – MAS Jim Party am 22. Dezember.
Interview von Gabriel Branko
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