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Stairs Club Johann Sollberger zieht mit seinen Parties schon wieder weiter. Diesmal scheint er aber eine längerfristige Lösung gefunden zu haben. Der Traum vom eigenen Club ist wahr geworden. oben auf dem Letzipark-Dach. Stairs nennt sich der neue Glanzpunkt am Zürcher Partyhimmel. Mit dem Stairs Club hat das Party-Label EmoTTion nach einem Zwischenstopp im Club Labitzke sein eigenes Zuhause gefunden. Johann meint: «Nach der Zeit im Lotus habe ich mich umgesehen, das Labitzke war für mich eine Übergangslösung bis ich einen passenden Ort finde.» Die Macher des Stairs-Clubs, Johann Sollberger, Patrick Hartmann, aka Götterbote, und Beat Herren setzen nun alles daran, dass Gays and Friends eine familiäre Atmosphäre über den Dächern von Zürich geniessen können. Liebhaber von elektronischen Klängen des ganzen Spektrums (Progressive, Trance, House) sollen auf ihre Kosten kommen. Resident DJs wie Beat Herren, La Luna, Liquid Soul, Mental X, Thomi B. und 5th Element sorgen dafür, dass die Post abgehen wird. Der neue Club steht auf dem Dach des Letziparks. Johann freut’s, dass bisher schon ein Club da oben beheimatet war «und erst noch ein sehr edler, so müssen wir nicht viel daran machen, der Club ist schon super eingerichtet. Er ist nicht so gross. Es haben etwa 250 Leute Platz, da bleibt die Atmosphäre etwas familiär.» Dass jetzt vor der Eröffnung das Labyrinth, wo er fünf Jahre lang gearbeitet hat, wieder aktiv wird, stört ihn nicht so sehr: «Klar ist das Konkurrenz, aber im Grunde genommen ist es doch gut so. Die Leute haben wieder die Wahl und können abwechseln oder sich den Club aussuchen, der ihnen passt.» Auf die Frage, ob der Stairs Club einen Darkroom haben wird, meint Johann sehr schnell: «Nein, solange die Sache rechtlich nicht klar ist, sicher nicht.» Aber er bedauert, dass die Darkroom-Diskussion nun durch ein Gerichtsurteil wieder erneut ins Rollen kommt und dass man in Zürich sozusagen wieder am Anfang steht. «Was will diese Stadt eigentlich? Nächstes Jahr kommt die Europride nach Zürich. Was werden die Gaytouristen aus aller Welt von unserer Stadt denken?» Diese Fragen machen den sonst so quirligen Johann für kurze Zeit etwas nachdenklich. Und um ein weiteres ernstes Thema kommen die neuen Club-Betreiber auch nicht herum: Drogen. Hier will Johann konsequent sein. Man könne nicht alles sehen und wolle auch nicht Polizist sein, aber «wir werden eine gute Security haben und keinen Deal im Lokal dulden.» Mit einer guten Eingangskontrolle soll das Ambiente im neuen Club lebensfroh und erfrischend bleiben. Ein bequemer Lounge-Bereich rundet die Bedürfnisse der Partygäste ab. Zu Beginn wird Johann schon mal die Aufgabe des Abendchefs übernehmen. Aber er macht im Gespräch keinen Hehl daraus, dass er natürlich wieder wie früher hinter der Bar stehen will. Das macht ihm Spass. Das ist sein Metier. So hat er sich Freunde gemacht, die ihm wohl jetzt im neuen, eigenen Club treu bleiben werden. Von Martin Ender |
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