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«Arbeite gefälligst wieder!»
Tina Turner tritt gleich zweimal im Zürcher Hallenstadion auf
Die Popularität von Tina Turner ist ungebrochen. Acht Jahre nach ihrer letzten Abschiedstournee kehrt die Rockröhre zurück auf die Bühne. Den Schweizer Fans wird ein Spektakel der Superlative geboten.
Tina Turner ist zurück: Letzten Oktober startete sie ihre «50th Anniversary Tour» in den Staaten. Noch immer trägt die mittlerweile 69-Jährige schwindelerregend hohe Pumps und tanzt darin in knappsten Outfits, doch niemals sieht das lächerlich aus. Tina Turner darf das. Und überhaupt strömen die Fans hauptsächlich wegen ihrer Stimme an die Konzerte. Eine Röhre, noch immer so stark wie früher. Natürlich beglückt Tina Turner auch die Schweiz. Wegen grosser Nachfrage finden gleich zwei Shows im Zürcher Hallenstadion statt.
Neue Songs hat Tina Turner keine im Repertoire, wozu auch? Sie gibt ihre grössten Hits, mit Ausnahme eines Rolling-Stones-Medleys, in einem explosiven Set zum Besten. Für «Golden eye» entsteigt sie einem riesigen Auge, oder bei «We don’t need another hero» trägt sie ihr silbernes Filmkostüm aus «Mad Max», inklusive platinblonder Perücke. Gigantische Videoleinwände, eine starke Band sowie vier junge (und ziemlich nackte) Tänzerinnen runden die Show ab.
Die schönsten Beine
Dabei sah es lange Zeit so aus, als würden «die schönsten Beine der Welt» (O-Ton Prinz Charles) nie mehr die Bühne betreten. Nach ihrer Abschiedstournee im Jahre 2000 zog sich Anna Mae Bullock alias Tina Turner zunehmend zurück und war öfter in ihrer Wahlheimat Zürich anzutreffen. Gerüchten zufolge liebte sie die leckeren Bratwürste am Zürcher Bellevue.
Vergangenen Februar wurden dann die Grammies zum 50. Mal verliehen. Die Veranstalter liessen nicht locker und überredeten Tina Turner, selbst achtfache Grammy-Gewinnerin, den Event mit einer kleinen Performance zu veredeln. Aus der kleinen Performance wurde ein bombastisches Opening, bei dem Tina Turner als «Queen» angekündigt wurde (zum blanken Entsetzen von Aretha Franklin). Im Duett mit Beyoncé sang sie «Proud Mary» und riss die Zuschauer vom Hocker.
Ins Gebet genommen
Auch Sophia Loren, ihres Zeichens Filmlegende und Freundin von Tina Turner, war hingerissen von der Darbietung. Diese soll die Wahlzürcherin ins Gebet genommen haben, weiss jedenfalls der «Stern». Sophia Lorens Anweisung war deutlich: «Du hattest genug Freizeit, arbeite gefälligst wieder!» Also meditierte Tina Turner darüber (noch immer ist sie bekennende Buddhistin) und nach einer sorgfältigen Planung wurde zunächst eine US-Tournee angesagt, welche ein voller Erfolg wurde.
Der Abstecher nach Europa musste folgen. Ein Triumphzug, der Generationen zu begeistern vermag. Das Geburtsdatum einiger Fans dürfte etwa mit Tina Turners erster Abschiedstournee zusammenfallen. Von
«Abschiedstourneen» hält die Sängerin inzwischen nicht mehr viel. In Interviews gab sie trotzdem zu bedenken, dass in einigen Jahren solche Shows vielleicht unmöglich sind. Erlebt man Tina Turner aber heute auf der Bühne, so dürfte dieser Zeitpunkt noch in weiter Ferne liegen.
Von Dani Diriwächter
Konzertdaten
Sonntag, 15. und Montag, 16. Februar 2009, jeweils 20 Uhr im Hallenstadion Zürich
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