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Francois Schoder Francois Schoder ist in der Schweizer Modelszene kein unbekanntes Gesicht mehr. Man kennt den sympathischen, zurückhaltenden jungen Mann, der aus dem Aargau kommt. Bekannt wurde er unter anderem, als er auf einem 25 Meter grossen Plakat an der Bahnhofstrasse gegenüber Jelmoli für die Marke Companys warb. Branko B. Gabriel traf den schönen Jüngling und lud zum Cruiser-Interview. Lieber Francois, sag mal findest du dich schön? Francois: Mhhh, lustige Frage. Ich denke ich bin sehr speziell, zumindest mein Gesicht. Schönheit ist ja bekanntlich relativ, ich bin zufrieden mit mir. Einzig meine Masse könnten ein bisschen perfekter sein, sprich die Konfektionsgrösse sollte 48 statt 46 sein, daran arbeite ich aber. Wie kamst du zum modeln? Wurdest du von einem Modelscout angesprochen oder hast du dich selber bei den Agenturen vorgestellt? Francois: Ich träumte schon immer vom Modeln, allerdings war ich als Teenager sehr introvertiert. Als ich 18 war, hat dann eigentlich alles begonnen. In der Lehre als Drucktechnologe begann ich mich ernsthaft fürs Modeln zu interessieren. So nahm ich all meinen Mut zusammen und begann diverse Agenturen abzuklappern, mit Erfolg. Die Agentur Visage in Zürich nahm mich in die Modelkartei auf. Glück hatte ich auch mit meinem damaligen Lehrmeister, denn schon bald kamen die ersten Angebote, und er unterstützte mich. So konnte ich schon einige kleine und grosse Jobs machen. Das ist ja nun doch schon einige Jahre her. Jetzt bist du bei Uniquemodels unter Vertrag. Im April wurdest du 23 Jahre alt. Ist man da nicht schon zu alt für dieses Business. Kriegt man noch Angebote und Jobs? Francois: Die Mädels fangen schon ziemlich früh an, so mit 14 - 15 Jahren. Die Jungs starten erst so mit 17 - 18 Jahren, dann ist man vom Körperbau her schon ziemlich gereift. Und ich starte ja erst richtig durch! Die Männer können sich bis 30 oder gar 40 Jahren gut im Business behaupten. Du bist offenbar ein gefragtes Model, was waren bis jetzt deine persönlichen Highlights, deine lukrativsten Jobs? Francois: Ja, ich hab doch schon einige Sachen gemacht, bin in Mailand, Paris, London Madrid, Barcelona, Hamburg und Berlin sowie auch aktuell in den USA unter Vertrag. Schon das allein ist ein Höhepunkt für mich, den alle Agenturen im Ausland gehören zu den besten in diesem Business Die Höhepunkte an Aufträgen waren bis jetzt sicher die Diesel Underwear Kampagne, diverse Editorials für Magazine wie zum Beispiel: das TWIST Magazin oder das GQ Magazin, D&G Lookbook, Schiesser Unterwäsche, Hommeage Cosmetics oder riesengross auf dem Companysplakat an der Zürcher Bahnhofstrasse zu sein sowie die neue Polaroid Brillen-Kampagne und vieles mehr. Unterwäsche? Braucht man da nicht eher die Muckis-Models? Gross muss man ja auch sein, du bist, wenn ich recht sehe eher so um die 1,82m? Francois: Nein die Zeiten sind vorbei als man nur Muskelpakete in Unterwäsche sah. Das war früher noch so bei Calvin Klein. Heute werden schlanke und definierte Models gebucht. Klar ich bin nicht gerade der Grösste, bis jetzt hat sich aber noch kein Kunde über mich beschwert. Ich laufe ja auch an grossen Shows, wie den Fashion Weeks in Mailand, Paris usw. Man hört ja allerhand was so an den Backstageparties abgeht: Champagner, Drogen, Party ohne Ende... Trifft man dich hier an oder bist du eher der ruhige Typ? Francois: Das ist nichts für mich, ich sehe das als Job und nicht als Party. Klar gibt es solche. Ich arbeite hart an mir, gehe seriös an meine Aufträge heran und will nicht so ein Image. Ich trinke fast nie Alkohol, ernähre mich bewusst und gesund. Mein einziges Laster sind echt nur die Zigaretten (lacht). Mein Körper ist mein Kapital, und dazu wird Sorge getragen. Wie gehst du mit dem Erfolgsdruck um, sei es mit der Konkurrenz oder an Castings? Wird man da auch neidisch auf die anderen Jungs? Francois: Ich arbeite hart und gebe immer 100 Prozent! Klar kriegt man nicht immer jeden Job. An den Castings sind manchmal bis zu 300 Models für einen Job, das ist halt nun mal so. Neidisch bin ich auf niemanden, sei es auf die Topmodels oder die New Faces, denn ich weiss ich gebe alles, manchmal klappt es, manchmal eben nicht. So ist das Leben, deshalb mache ich mir selber auch keinen Druck. Dauernd rumzujetten macht ja sicher Spass, man lernt viele interessante Menschen kennen, bist du einsam wenn du im Ausland tätig bist? Francois: Manchmal schon, der ganze Zirkus ist ja sehr oberflächlich. Man muss sich abgrenzen können. Sonst geht man in diesem Business kaputt. Andererseits geniesse ich auch meinen Job, man lernt coole Leute kennen, neue Städte und viele wunderbare Eindrücke. Meine Freunde und Familie stehen voll hinter mir, was mir sehr wichtig ist, sie geben mir Kraft und da kann ich auch wieder auftanken. Es ist wichtig mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Was sind deine nächsten Aufträge? Deine Wünsche.... Francois: Dass alles so läuft wie bisher, dass ich interessante Aufträge bekomme und mich behaupten kann in diesem Beruf. Denn es ist echt hart, aber es macht auch mega viel Spass. Das nächste grosse Projekt in absehbarer Zeit ist Amerika, dort möchte ich den Markt kräftig aufmischen. Ich hoffe, dass ich da modelmässig Fuss fassen kann. Ich habe meinem Traumjob gefunden, der mich sehr erfüllt. Dieser ist meine Leidenschaft und Passion! Für das lebe ich! Von Branko B. Gabriel |
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