Laufen für junge Schwule
Charity-Walk zu-gunsten der Aids-Hilfe Schweiz

Die Aids-Hilfe Schweiz nutzt die EuroPride, um den Aidswalk in der Schweiz zu etablieren. Am Vorabend der Parade kann zugunsten der Prävention bei jungen Schwulen mitgelaufen werden. Mit von der Partie sind zahlreiche Prominente wie Ricco Müller oder Sandra Studer.

Am Freitag, am Vorabend der grossen Parade der Europride, findet eine Schweizer Premiere statt: der Aidswalk09. Mitten durch die malerische Altstadt Zürichs führt die Laufstrecke, Start- und Zielbereich ist der Münsterhof. Zwischen 17 und 20 Uhr kann für 25 Franken gewalkt, gejoggt oder in normalem Wandertempo gegangen werden. Im Business-Outfit oder in Turnschuhen. Nicht die schnellste Zeit zählt, sondern der Einsatz für die gute Sache. Das Geld geht vollumfänglich an die Aids-Hilfe Schweiz, die damit die Prävention bei Jugendlichen fördern will, insbesondere bei jungen Schwulen.

Mit Promis um die Wette laufen
Namhafte Schweizer Promis werden die Aids-Hilfe Schweiz, wie natürlich auch die Teilnehmer, unterstützen. Mister Gay, Ricco Müller, gibt sich die Ehre, welcher sich seit seiner Amtseinführung für die Aids-Hilfe einzusetzen weiss, wie auch Miss Universum Michèle Rothen. Eine reelle Chance also, in einer ihrer scharfzüngigen Kolumnen verewigt zu werden. Weiter anwesend sind das STAR-TV-Aushängeschild Claudia Lässer, DRS-Moderator Dani Fohrler sowie Allroundtalent Sandra Studer, der die Prävention bei Jugendlichen überaus wichtig ist: «Aids ist als Krankheit und Bedrohung fast aus unserem Bewusstsein verschwunden. Es ist wichtig, Aids gerade bei Jugendlichen zu thematisieren und sich für die Prävention stark zu machen. Dafür laufe ich meine Runden beim Aidswalk».

Ein Wochenende in Paris
Und so funktioniert’s: Pro Runde, die rund 700 Meter lang ist, erhält jeder Teilnehmer einen Stempel. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Je voller die Stempelkarte ist, desto tollere Preise winken bei der Verlosung am Ende des Abends. Sportlichkeit und Engagement werden also mit etwas Glück belohnt. Als ersten Preis gibt‘s ein romantisches Wochenende in Paris für zwei Personen zu gewinnen, aber auch I-Pods und Gutscheine warten auf Sieger.
Wer keinen ausgeprägten Siegeswillen hat oder sich die Anstrengung nicht zumuten möchte (oder dies erst für die Nacht vorgesehen hat), der kann trotzdem Gutes tun und das Eintrittsgeld spenden, sich dabei im EuroPride-Village verpflegen oder sich unterwegs einen Apéro gönnen, mit Bekannten schwatzen oder einfach mal Verschnaufen. Man kann jederzeit den Lauf wieder aufnehmen oder dies bleiben lassen. Es ist der gesellschaftliche und nicht der sportliche Aspekt, der zählt.

Der AIDSWALK
Hinter dem Aidswalk steht die Organisation Motion Town, deren Vision es ist, «Sportlergemeinschaften von Herzen» aufzubauen. Um dies zu realisieren, bieten die Macher Dienstleistungen zum Sammeln von Spenden an. Eine spannende Gelegenheit für die Aids-Hilfe Schweiz, sich ihrerseits neu zu präsentieren. Der klassische Aidswalk wird seit nunmehr 24 Jahren in New York durchgeführt. Jedes Jahr finden sich dort Tausende Menschen ein, die aus Solidarität und in der Hoffnung auf Aufmerksamkeit und Aufklärung ihre Schuhe binden und den zehn Kilometer langen Marsch mitmachen. Der Aidswalk in Zürich fällt natürlich etwas kleiner aus. Genau das richtige für die hiesige EuroPride.

     von Daniel Diriwächter

 

Zeitplan

17.00 Uhr:    Beginn Einschreibung am Stand
17.15 Uhr:    Laufstrecke geöffnet
20.00 Uhr:    Anmeldeschluss
21.00 Uhr:    Laufstrecke geschlossen
21.30 Uhr:    Scheckübergabe an die Aids-Hilfe Schweiz auf der Bühne am Münsterhof

Weitere Informationen zum Programm unter www.aidswalk.ch

AIDSWALK, Freitag, 05. Juni 2009
Münsterhof Zürich